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Gablingen: Mehr Verkehr und das Trinkwasser machen den Gablingern Sorgen

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Mehr Verkehr und das Trinkwasser machen den Gablingern Sorgen

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    In Gablingen konnte die Bürgerversammlung mit Abstand stattfinden.
    In Gablingen konnte die Bürgerversammlung mit Abstand stattfinden. Foto: Marcus Merk

    Mit Abstand, Maskenpflicht und regelmäßigem Lüften konnte die Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle Gablingen trotz Corona stattfinden. Die Themen, um die es in den Vorträgen aus der Verwaltung und der anschließenden Diskussion ging, beschäftigen Gablingen schon seit einiger Zeit. Klassiker darunter waren das Ortszentrum, das Trinkwasser und der Verkehr.

    Auf das Thema Ortszentrum ging Bürgermeisterin Karina Ruf in ihrem Vortrag im Detail ein. Sie präsentierte eine Chronologie der Beschlüsse zu den Freiflächen mitten im Hauptort. Im März 2019 beschloss der Gemeinderat, 5500 Quadratmeter an einen Investor zu verkaufen.

    Gablinger Trinkwassersystem soll geschützt werden

    Im Januar diesen Jahres wurde dann das Bürgerbegehren gegen den Verkauf ins Leben gerufen. Es war erfolgreich. Noch in der vergangenen Legislaturperiode reagierte der Gemeinderat wiederum mit einem Ratsbegehren für den Verkauf. Erst sollte im April abgestimmt werden, dann wurde der Termin wegen Corona auf Juni verschoben und nach den Kommunalwahlen einigte man sich darauf, von vorne anzufangen. Der für diese Aufgabe gegründete Gemeindeentwicklungsausschuss konnte bisher einmal tagen. Eine weitere Sitzung ist jetzt für Mitte Dezember geplant. Auch bei der Klausurtagung des neuen Gemeinderats im Januar soll das Thema zentral sein.

    Ansonsten sprach Karina Ruf in ihrem Vortrag vor allem Themen an, die die Bürger beschäftigten. Sie schilderte zum Beispiel die zahlreichen Maßnahmen, die das Trinkwassersystem in Gablingen schützen sollen. In diesem Zusammenhang hat die Gemeinde kürzlich beschlossen, die Betriebsführung an einen externen Anbieter zu geben. Der Grund: Bisher hat Gablingen in den Reihen des Personals keine eigenen Wassermeister. Ein Mitarbeiter mit dieser Ausbildung ist für eine Kommune mit über 5000 Einwohnern allerdings empfohlen. Gablingen hat aktuell, inklusive JVA, 5002 Einwohner.

    Trinkwasser: Hochbehälter wird teurer als Betriebsleitung

    Ein Bürger fragte in diesem Zusammenhang nach, wie teuer die Vergabe der Betriebsleitung werden würde. Er sorgte sich vor allem um den Wasserpreis, über den die Kosten auf die Bürger umgelegt werden. „Das ist ja sicher nicht unerheblich, was da dazukommt“, sagte er. Karina Ruf konnte noch keine klare Antwort geben. Bei einem Auftrag dieser Größe müsse die Verwaltung mindestens drei Angebote einholen und der Gemeinderat entscheiden. Erst dann könne sie mehr über Kosten und Zeitplan sagen. Sicher ist sich Ruf allerdings, dass die Sanierungen zum Beispiel am Hochbehälter „mehr zu Buche schlagen werden“.

    Holzhausen wartet auf das Ende der Chlorung

    Ein Bürger fragte nach, ob ein Ende der Trinkwasserchlorung in Holzhausen in Sicht sei. Der Ortsteil ist an das Leitungssystem der Stadt Gersthofen angeschlossen, die seit über einem Jahr chloren muss. Karina Ruf antwortete: „Wir sind sehr weit mit unseren Hausaufgaben. Aber wann Holzhausen aus der Chlorung rauskommt, hängt natürlich am großen Gersthofen.“

    Ein Thema, dass die Gablinger immer wieder beschäftigt, ist der Verkehr. Eine Bürgerin wünschte sich mehr Kontrollen im Ortsteil Siedlung, da sich dort niemand an die vorgegebenen 30 km/h halten würden. Eine andere Bürgerin fragte nach, wer über die Sperrung von Straßen für Lkw entscheide. Eine Tonnage-Beschränkung für Peterhof- und Ziegeleistraße war in den letzten Monaten immer wieder Thema im Gemeinderat. Die Bürgerin wünschte sich etwas Ähnliches für die Schulstraße in Gablingen. Karina Ruf versprach, beide Themen noch einmal mit den zuständigen Behörden abzusprechen.

    Mann aus Holzhausen gegen "überdimensionierten" Ausbau der Staatsstraße 2036

    Auch ein Verkehrsthema, das in Gablingen immer wieder diskutiert wurde, ist die Staatsstraße 2036. Ein Bürger aus Holzhausen betonte, dass die Staatsstraße schon jetzt sehr belastend sei. Er forderte, dass die Gemeinde ihren Einfluss nutzt, um gegen den „überdimensionierten“ Ausbau vorzugehen und möglichst zu erwirken, dass die Straße nur saniert wird. „Da sind wir mit Nachdruck dran“, erklärte die Bürgermeisterin, die auch schon in ihrem Vortrag auf das Thema eingegangen war. Bisher konnte die Verwaltung immerhin erreichen, dass die neuen Planungen im Gemeinderat vorgestellt werden, bevor sie wieder ins Feststellungsverfahren gehen.

    Zwei weitere Wortmeldungen kamen aus dem Ortsteil Siedlung. Ein Bürger wünschte sich die Sanierung der Bushaltestellen – ein Projekt, das Ruf und ihre Verwaltung im kommenden Jahr im gesamten Gemeindegebiet angehen wollen. Auch die jetzt genehmigte Wartungshalle des britischen Eisenbahnunternehmens Go-Ahead macht den Bürgern Sorgen. Einer fragte nach den Einwendungen der Gemeinde gegen die Planungen und ob man wenigstens die Verlängerung der Lärmschutzwände Richtung Norden erreicht habe. Die Bahn habe ihr „etwas flapsig“ geantwortet, dass sie sich dazu an Go-Ahead wenden solle, erklärte Karina Ruf. Sie will dranbleiben.

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