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Gersthofen

26.01.2020

Gersthofens Bürgermeister fordert Telematik für die A8

Michael Wörle lehnt weitere Untersuchungen zu einem Tempolimit auf der Autobahn ab und fordert eine Telematik.
Foto: Ulrich Wagner

Michael Wörle lehnt weitere Untersuchungen zu einem Tempolimit auf der Autobahn ab. Diese Überprüfung kündigt Innenminister Herrmann an.

Ein Tempolimit auf dem A-8-Autobahnabschnitt zwischen Augsburg und Ulm-Elchingen ist, wie berichtet, wahrscheinlicher geworden. Auf Nachfrage unserer Redaktion hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine detaillierte Überprüfung der Verkehrssituation bestätigt. Die Stadt Gersthofen reagiert darauf mit Unverständnis, Bürgermeister Michael Wörle besteht auf dem Bau einer flexiblen Tempolimitanlage (Telematik).

Herrmann bat die Polizei unter Einbindung der Autobahndirektion Südbayern um eine Auswertung des aktuellen Unfallgeschehens auf der gesamten Autobahn zwischen München und Ulm-Elchingen. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werde das Ministerium entscheiden, ob Maßnahmen wie temporäre Tempolimits über digitale Anzeigen notwendig seien.

Mehr Unfälle und Lärm seit der Freigabe der sechsspurigen Autobahn

Gersthofens Bürgermeister wiederum verweist darauf, dass sich auf seine Initiative hin bereits im September 2017 Bürgermeister der Kommunen entlang der A8 im Gersthofer Rathaus getroffen hatten. Grund waren die deutliche Zunahme von Schwerverletzten, hohe Unfallzahlen und der erhöhte Verkehrslärm seit der Freigabe der sechsspurigen Autobahn.

Dass nun erneut ein Prüfauftrag und eine umfangreiche Auswertung von Unfallzahlen von Joachim Herrmann angestoßen werden sollen, stößt bei Wörle auf Unverständnis: Vor 2,5 Jahren habe er mit anderen betroffenen Bürgermeistern, Abgeordneten des Landtags und des Bundestags eine Strategie festgelegt. „Wir forderten vom damaligen Bundesverkehrsminister Dobrindt sowie dem bayerischen Innenminister Herrmann, entlang der A8 von der Landesgrenze bis nach Obermenzing eine Telematik zu installieren.“

Das Projekt sei in der tiefer gehenden Planung

Sogar Bundesmittel stünden für solche Projekte zur Verfügung. „Man signalisierte uns damals auf unsere Anfrage aus dem Bundesamt für Verkehr und digitale Infrastruktur im Januar 2018 sogar schriftlich, dass das Projekt in der tiefer gehenden Planung ist und man sich sicher sei, eine tragfähige und technisch optimale Lösung auf die Beine stellen zu können.“

Sichtbar sei bis heute nichts. Wörle zu den Ankündigungen des Ministers: „Man kann sich auch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag mit Auswertungen beschäftigen – die übrigens schon 2017 vorlagen.“ Darum fordert Wörle eine Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung – nicht auf der A8, sondern auf Herrmanns Schreibtisch: „Wir brauchen endlich eine Lösung! Die fast täglichen Staus, teils schwere Unfälle mit Verletzten, machen das doch deutlich genug.“ (AL)

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