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Neusäß-Westheim
10.11.2020

Westheimer Villenviertel soll behutsam nachverdichtet werden

Wie das Luftbild von Westheim zeigt, gibt es rund um die Hindenburgstraße und Dr.-Rost- Straße einige parkähnliche Grundstücke.
Foto: Marcus Merk (Archivbild)

Die Neusässer Bauverwaltung spricht einen Bebauungsplan mit den Grundstückseigentümern ab. Wollen die am Ende doch etwas anderes?

Nachverdichtung im Innenraum sei richtig, sagen Anwohner und Grundstückseigentümer in Westheim. Allerdings muss die in einem gewachsenen Villenviertel wie dem Quartier Hindenburgstraße, Dr.-Rost-Straße und Kobelstraße sehr behutsam vor sich gehen. Deshalb seien sie als Anwohner und Grundstückseigentümer auch gegen den Vorschlag für den neuen Bebauungsplan, den die Stadtverwaltung im September nochmals mit dem Planungs- und Umweltausschuss der Stadt diskutiert hat. Das haben sie in einem offenen Brief an Bürgermeister, Stadtrat und Augsburger Allgemeine noch einmal betont.

Dass nicht alle Westheimer und Neusässer Bürger mit dem Entwurf, der unter anderem auf einigen Grundstücken eine Nachverdichtung mit Mehrfamilienhäusern vorsieht, an anderer Stelle jedoch weniger Veränderung zulässt, einverstanden sind, war auch auf der Sitzung schon klar. Zu diesem Zeitpunkt lag bereits eine Stellungnahme bei der Bauverwaltung mit rund 50 Unterschriften vor, die sich gegen den vorliegenden Plan wendeten. Damals hieß es aus der Bauverwaltung, hier hätten sich aber vor allem nicht die direkt, sondern eher indirekt durch die Veränderung Betroffene zu Wort gemeldet.

Was sie Anwohner unmissverständlich klarmachen wollen

Stimmt nicht, heißt es nun in dem offenen Brief. "Unmissverständlich" solle klargestellt werden, "dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Die überwiegende Mehrzahl der Grundstückseigentümer der Kobel-, Dr.-Rost- und Hindenburgstraße und die direkt betroffenen Anlieger haben auf Unterschriftenlisten gegen die bisherige Planung votiert". Man wehre sich damit gegen eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu einer durchaus niedrigeren Nachverdichtung in anderen Wohngebieten, etwa in der Fliederstraße, sowie der Umwidmung zum allgemeinen Wohngebiet.

Gegen Nachverdichtung an sich "mit Maß und Ziel" habe man nichts, betonen die Unterzeichner des offenen Briefs. Zudem gehe es ihnen nicht um Gewinnmaximierung, sondern ganz im Gegenteil um den Erhalt des Charakters des Villenviertels sowie darum, "Bauträgern und Spekulanten nicht Tür und Tor" zu öffnen. Auch der Ausschuss war sich übrigens noch nicht einig über den Bebauungsplan. Er soll im Planungs- und Umweltausschuss nochmals behandelt werden.

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