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Stadtbergen

26.01.2019

Ordnungsdienst in Stadtbergen soll besser zu erkennen sein

In Stadtbergen sollen die Fahrzeuge des Ordnungsdienstes mit einer Beleuchtung ausgestattet werden.
Bild: Peter Fastl (Symbolbild)

Radfahrer fühlen sich nachts verfolgt. Eine Beleuchtung am Fahrzeug des Stadtberger Ordnungsdienstes soll helfen.

Braucht der Ordnungsdienst der Stadt eine Beleuchtung am Fahrzeug, damit er nachts besser zu erkennen ist? Über diese Frage diskutierte der Stadtrat im Rahmen der jüngsten Haushaltsberatungen.

Eingebracht hatte den Vorschlag der SPD-Fraktionsvorsitzende Roland Mair. In der Vergangenheit habe es immer wieder unangenehme Szenen gegeben, weil Radfahrer den Ordnungsdienst nachts nicht erkannten und verunsichert waren.

Eltern beschwerten sich bei der Stadt

Neu ist die Idee, den Ordnungsdienst sichtbarer zu machen, nicht. Schon vor einem Jahr sorgte das Thema für Diskussionen im Stadtrat. Wie Bürgermeister Paulus Metz damals mitteilte, hatten sich Eltern im Rathaus beschwert, weil ihre Kinder nachts Angst hatten und sich von Ordnungsdienstmitarbeitern in einem Auto verfolgt fühlten. Es sei nicht erkennbar gewesen, dass es sich um die Freiwilligen gehandelt hatte, die im Auftrag der Stadt viele Aufgaben erfüllen.

Eine davon ist, nachts Präsenz zu zeigen und für Sicherheit zu sorgen. In Rahmen dessen hat der Ordnungsdienst auch die Befugnis, Radfahrer zu kontrollieren und aus dem Verkehr zu ziehen, wenn sie beispielsweise nachts ohne Licht unterwegs sind.

Die Mitarbeiter trügen gelbe Jacken und seien klar als Behörde zu erkennen, sagt Ordnungsamtsleiter Markus Voh. Doch auf den Autos befinde sich lediglich der Schriftzug der Stadt Stadtbergen. Im Dunkeln sei dieser schlecht zu erkennen. Das sorgte immer wieder für Verunsicherung, erklärt Voh. Manche Radfahrer hätten es aber auch als Ausrede benutzt. Trotzdem hält Voh eine Beleuchtung am Auto für sinnvoll. Auch Stephanie Benz von den Grünen befürwortete die Maßnahme. Sie könne die Verunsicherung vieler Bürger verstehen. Bürgermeister Paulus Metz sprach sich ebenfalls dafür aus, die Fahrzeuge mit einem Warnlicht auszustatten.

Beleuchtung soll 4000 Euro kosten

Günther Oppel (Pro Stadtbergen) kritisierte das Vorhaben scharf. Eine Beleuchtung vermittele dem Ordnungsdienst lediglich das Gefühl, Sonderrechte zu haben. Er forderte personelle Konsequenzen. „Wenn sich ein Radfahrer verfolgt fühlt, fehlt es den Ordnungsdienstmitarbeitern schlicht an Fingerspitzengefühl“, betonte Oppel. Anstatt die Fahrzeuge mit Warnlichtern auszustatten, sollten die Mitarbeiter lieber angewiesen werden, solche Verfolgungsfahrten zu unterlassen.

Vor einem Jahr lehnte der Stadtrat die Anschaffung des Warnlichts ab. Nun revidierten die Mitglieder ihre Entscheidung und stimmten dafür, eine Beleuchtung für die Autos anzuschaffen. 4000 Euro wurden dafür im Haushalt veranschlagt. Ähnlich wie bei Polizei und Feuerwehr soll auf dem Fahrzeug dann ein Lichtbalken mit der Aufschrift „Ordnungsamt“ angebracht werden.

Neues Mitglied im Stadtrat

Die langjährige Stadträtin und Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr (SPD) legte ihr Amt zum Jahresbeginn nieder. Ihren Sitz übernimmt künftig Matthias Künzel. Er lebt seit zehn Jahren mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Stadtbergen und arbeitet als Richter am Augsburger Sozialgericht. Manuel Eberhard ist der neue Stadtkämmerer und leitet den Fachbereich Finanzen. Bislang übernahm Geschäftsleiter Holger Klug die Haushaltsplanungen.

Matthias Künzel (rechts) wurde von Bürgermeister Paulus Metz als neues Stadtratsmitglied vereidigt. Er übernimmt den Sitz von der SPD-Landtagsabgeordneten Simone Strohmayr, die ihr Amt zum Jahresbeginn niederlegte.
Bild: Ingrid Strohmayr
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