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„Auf der Couch“: Gersthofen feiert den Landesliga-Aufstieg

Fußball

TSV Gersthofen feiert den Landesliga-Aufstieg

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    Nachdem man das Spiel in Meitingen verfolgt hatte, feierten die Kicker des TSV Gersthofen mit dem Trainergespann Ajet Abazi und Roland Pankratz in der heimischen Sportarena und in der Stadiongaststätte die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga.
    Nachdem man das Spiel in Meitingen verfolgt hatte, feierten die Kicker des TSV Gersthofen mit dem Trainergespann Ajet Abazi und Roland Pankratz in der heimischen Sportarena und in der Stadiongaststätte die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga. Foto: Oliver Reiser

    „Der nächste Schuss muss sitzen!“ Dies sagte Rico Kornisch, der Abteilungsleiter des TSV Gersthofen, als er sich vor Beginn der Saison 2025/26 auf die Suche nach einem neuen Trainer begab. Es ist ein Volltreffer geworden. Unter der Regie von Ajet Abazi und Roland Pankratz haben die Lechstädter zwei Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft in der Bezirksliga Nord eingefahren und nach dreijähriger Abstinenz die Rückkehr in die Landesliga perfekt gemacht. Ein perfektes Geschenk zum 100. Geburtstag der Fußball-Abteilung des TSV Gersthofen.

    Häufige Wechsel auf der Trainerbank

    Nach dem Abstieg am Ende der Saison 2022/23 war es zwei Jahre lang auf der Kommandobrücke der Schwarz-Gelben zugegangen, wie in einem Taubenschlag. Mit großen Erwartungen übernahmen zunächst Andreas Jenik und Sebastian Hoffmann. Dieses Duo trat zurück, als es in der Winterpause 23/24 zum großen Knall und zur Trennung von einigen Spielern kam. Für den Rest der Runde übernahm Altmeister Thomas Holzapfel, bevor mit Michael Panknin einer der renommiertesten Spielertrainer der Region vom FC Ehekirchen an den Lech gelotst werden konnte. Doch auch diese Beziehung sollte nicht halten. Schon lange, bevor der TSV Gersthofen am letzten Spieltag die Relegation verspielte, stand fest, dass man sich wieder von Panknin trennen wird.

    Mit drei Siegen in Folge Konstanz gezeigt

    Unter Ajet Abazi und Roland Pankratz, die zuvor beim Bayernligisten Türkspor Augsburg tätig waren, kehrten wieder Ruhe und Erfolg ein. Und das, obwohl der Sportliche Leiter Goran Boric, der das Erfolgsduo nach Gersthofen geholt hatte, noch vor der spektakulären Saisoneröffnung vor 3.000 Zuschauern gegen den Bundesligisten FC Augsburg und dem ersten Punktspiel zurücktrat. Und das, obwohl man im August urlaubsbedingt fünf Spiele in Folge sieglos blieb. Und das, obwohl man nach der Winterpause trotz namhaften Verstärkungen wie Simon Gartmann oder Korbinian Neumeir leicht schwächelte und man an der Spitze der Bezirksliga Nord schon von einem Schneckenrennen sprach. Der  TSV Gersthofen setzte sich letztendlich souverän durch. Der Grundstein zum Aufstieg wurde dabei mit einem 2:1-Sieg im Nachholspiel beim TSV Haunstetten gelegt, der lange Zeit die Tabelle angeführt hatte. „Nach diesem Spiel war die Erleichterung riesengroß“, berichtet Rico Kornisch. „Wir haben unsere Pflichtaufgaben erfüllt und aus den letzten drei Spielen neun Punkte geholt, während die Konkurrenten gepatzt haben“, bilanzierte Trainer Ajet Abazi, während die Mannschaft um ihn herum tanzte und lautstark „Landesliga, Landesliga“ skandierte.

    Mit Freudentänzchen feierte der TSV Gersthofen Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga.
    Mit Freudentänzchen feierte der TSV Gersthofen Meisterschaft und Aufstieg in die Landesliga. Foto: Oliver Reiser

    Fast die gesamte Truppe hatte sich zuvor auf den Weg nach Meitingen gemacht, um das Verfolgerduell zwischen dem TSV Meitingen und dem VfR Neuburg zu verfolgen. Nachdem bereits am Samstag der TSV Haunstetten beim 2:2 gegen den FC Horgau zwei Punkte eingebüßt hatte, reichte es auch für die Neuburger nur zu einem 2:2, so dass bereits in den Lechauen die ersten Freudentänze gestartet werden konnten. „Champione, Champione“, sangen die überglücklichen Gersthofer am Spielfeldrand, bevor sie sich im Autokorso in Richtung Sportarena verabschiedeten. Dort stieg dann die erste Meisterfeier.

    Maßgeblich beteiligt an der Meisterschaft war erneut Torjäger Fabian Bühler, der in den ersten Spielen noch verletzungsbedingt fehlte, aber von Fareed Lawal aus der zweiten Mannschaft vertreten wurde. „Er hat uns den Hintern gerettet“, sagt Sportlicher Leiter Klaus Wünsch über den Senegalesen, der in zehn Spielen vier Tore erzielt hat. Auf Bühlers Konto gehen bis jetzt insgesamt 22 Treffer. Er ist damit auf dem besten Weg, wieder Torschützenkönig zu werden. Unterstützung erhielt er von Dauerbrenner Jermaine Meilinger, der bis auf das jüngste 3:0 gegen den FC Maihingen alle Spiele absolviert und dabei ein Dutzend Tore beigesteuert hat.

    Drei Neuzugänge stehen bereits fest

    „Die Mannschaft, die aufgestiegen ist, die hat das Potenzial für die Landesliga“, ist sich Trainer Ajet Abazi sicher, dass die jüngste Truppe der Bezirksliga auch eine Etage höher mithalten kann. Punktuelle Verstärkungen und weitere Newcomer aus dem eigenen Nachwuchs soll es dennoch geben. „Alle Stammspieler können gehalten werden, dazu gibt es drei Neuzugänge“, verrät Abteilungsleiter Rico Kornisch. „Da alle noch mit ihren Mannschaften im Auf- und Abstiegskampf der Bayern- und Landesliga stehen, wollen wir die Namen noch nicht nennen.“ Da Julian Lippmann nach München zieht, steht ein Torhüter ganz oben auf der Einkaufsliste. „In der Landesliga steht jedes Spiel Spitz auf Knopf. Da brauchst du einen Keeper, der dir zehn bis zwölf Punkte rettet“, so Kornisch. Aber jetzt wird erst einmal weiter gefeiert. Dagegen werden sich auch Ajet Abazi und Rico Kornisch nicht verwehren können, die nicht wirklich als Feierbiester bekannt sind.

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