Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg Land
Icon Pfeil nach unten
Allmannshofen
Icon Pfeil nach unten

Ellgau: Wo Energieexperten in Ellgau Sparpotenzial sehen

Ellgau

Wo Energieexperten in Ellgau Sparpotenzial sehen

  • |
  • |
  • |
    Bie Ellgau gibt es großes Interesse an einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage.
    Bie Ellgau gibt es großes Interesse an einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage. Foto: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

    Hohe Energiekosten sorgen bei Otto-Normalverbrauchern dafür, nach günstigen Angeboten zu fahnden und Energie zu sparen. Und auch Kommunen, die mit steigenden Energiekosten zu kämpfen haben, kümmern sich zunehmend häufiger um die alternative Energiegewinnung oder informieren sich darüber, welche Möglichkeiten es gibt, Energie einzusparen. Ganz konkret sieht das im Lechtal so aus: Die Gemeinde Ellgau hat sich beispielsweise um eine Förderung für ein Energie-Coaching bemüht, den Zuschuss bekommen und die eigenen Liegenschaften auf den Prüfstand gestellt. 

    Gute Nachrichten für Ellgau und neue Ideen

    Das Ergebnis wurde dem Gemeinderatsgremium im Zuge einer Sitzung präsentiert und sieht zunächst einmal positiv aus: „Es gab keine gravierenden Mängel“, berichtet Ellgaus Bürgermeisterin Christine Gumpp auf Rückfrage und berichtet, dass seitens des Eza-Energie- und Umweltzentrums einige Vorschläge vorliegen, wie die Gemeinde noch energieeffizienter werden könnte. Der Austausch von Pumpen in den kommunalen Liegenschaften könnte zu einer Stromersparnis von 70 bis 80 Prozent führen, verrät das Prüfergebnis.

    Präsenzmelder in der Lüftungsanlage in der Schule könnten für einen effizienteren Betrieb sorgen. Die Thermostatventile in der Schule – dort wo heuer noch die Sanitäranlagen erneuert werden – sind ältere Modelle und sollten getauscht werden. Auch die Ausstattung der Dächer mit Photovoltaikanlagen war ein Thema beim Energie-Coaching, wobei die Eza auf der Schule und der Mehrzweckhalle die größten Potenziale sieht. Auf Rückfrage erklärt Ellgaus Rathauschefin, dass Schule und Mehrzweckhalle diesbezüglich näher beleuchtet werden müssen und fügt hinzu: „Für dieses Jahr haben wir jedoch keine Mittel im Haushalt bereitgestellt.“ 

    Und während die Gemeinde auf die eigenen Liegenschaften und die Energieeinsparmaßnahmen blickt, könnte sich im Außenbereich ebenfalls etwas tun in puncto Energiegewinnung. Aktuell befindet sich ein vorhabensbezogener Bebauungsplan für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in der öffentlichen Auslegung. Geplant ist eine Anlage im Norden der Gemeinde. Verzögert hat sich das Verfahren, weil unklar war, wie groß das Umspannwerk dimensioniert sein muss, das benötigt wird, um den Strom einzuspeisen.

    Gleich zwei Anbieter suchen bei Ellgau nach Flächen für Photovoltaik-Anlagen

    Denkbar für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage wären nämlich nicht nur die Ackerflächen eines Landwirts, sondern noch andere Areale, die sich ebenfalls im Norden der Gemeinde befinden. Weil gleich zwei Anbieter entlang der Verbindungsstraße nach Oberndorf nach Grundstückseigentümern suchen, die ihre Grundstücke für die Bebauung mit einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage zur Verfügung stellen würden, stockte das Projekt aufgrund planerischer Überlegungen: Stünden mehr Flächen für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage zur Verfügung, müsste das Umspannwerk nämlich größer dimensioniert werden.

    Allerdings gibt es aktuell noch nicht genügend weitere Interessenten, die ihre Äcker verpachten würden. „Es kommt keine größere, einheitliche Fläche von zehn Hektar zusammen, die zusammenhängend ist, ohne Feldwege zu kreuzen“, fasst Christine Gumpp zu haben. Allerdings sind genau das die Rahmenbedingungen für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, die die Gemeinde Ellgau formuliert hat.

    Auch bei Allmannshofen wird gesucht

    In einer anderen Lechtalgemeinde, auf der Gemarkung der Gemeinde Allmannshofen, ist ein Anbieter aktuell ebenfalls auf der Suche nach Flächen, die von den Grundstücksbesitzern zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage zur Verfügung gestellt werden. Wie groß der Solarpark wird, hänge letztlich von den Eigentümern der Flächen ab, berichtet Allmannshofens Bürgermeister Markus Stettberger auf Rückfrage. 

    Die Gemeinde selbst sei bei diesem Projekt nur im Boot, um den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Auch liebäugelt die Gemeinde mit der Rückerstattung für erzeugten Solarstrom auf Gemeindegrund sowie mit den Gewerbesteuern und erhofft sich einen Zugang für den Strom als Gemeinde, „um regenerativen Strom für Zukunftsprojekte zu haben“, wie Stettberger erklärt. 

    In Kühlenthal ist das Thema Freiflächen-Photovoltaik schon weiter

    In der Gemeinde Kühlenthal wird es ebenfalls bereits recht konkret: Zwischen dem Haldenhof und Fertingen soll nördlich der Verbindungsstraße ein Solarpark auf über drei Hektar Land entstehen, der von den Grundstücksbesitzern geplant und realisiert werden soll. Südlich der Straße ist der Solarpark Kühlenthal angedacht, der auf über zehn Hektar entstehen könnte. Kühlenthals Bürgermeisterin Iris Harms erklärte dazu in ihrer Bürgerversammlung: „Die Projektierung erfolgt durch GP Joule. Der Aufstellungsbeschluss wurde im Gemeinderat gefasst.“

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden