Säen, Pflanzen und Jäten stehen an der Grundschule in Kutzenhausen derzeit regelmäßig auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler nehmen am Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ teil und bewirtschaften von April bis Oktober ihr eigenes Gemüsefeld. „Ziel des Programms ist es, Kindern und Jugendlichen auf praktische und anschauliche Weise zu vermitteln, wo unsere Lebensmittel herkommen und warum gesunde Ernährung wichtig ist“, sagt Marina Theiler, Fachbetreuerin Markt und Gesundheit von der AOK in Augsburg, die das Programm finanziell fördert.
Die Schulkinder bauen derzeit bis zu 30 verschiedene Gemüsearten an
Die Schulkinder bauen derzeit bis zu 30 verschiedene Gemüsearten an. Aktuell steht gerade die zweite Pflanzung an mit Tomate, Zucchini, Gurke, Mais und Kürbis. „Mindestens einmal in der Woche hegen und pflegen die Kinder ihr Gemüse und erfahren dabei viel über frische naturbelassene Nahrungsmittel und gesunde Ernährung“, sagt Madeleine Bos, Lehrkraft der Grundschule Kutzenhausen.
Die Kinder sollen so die gesamte Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion kennenlernen. Die Mädchen und Buben pflanzen und pflegen das Gemüse nicht nur, sondern ernten und vermarkten es auch. „Selbstverständlich sollen die Kinder von ihrer Ernte auch profitieren und so werden die Eltern als Abnehmer des Gemüses in das Programm mit eingebunden“, meint Marina Theiler. Die Kinder erleben damit unmittelbar, wie schmackhaft und gesund frisches Gemüse ist, berichtet die Lehrerin.
Über 25.600 Kinder haben mit der Aktion schon Gemüse angebaut
Die AOK Bayern unterstützt die „GemüseAckerdemie“ des Sozialunternehmens Acker nach eigenen Angabenim zehnten Jahr und schickt bereits die 323. Schule aufs Feld. In diesem Jahr nehmen rund 7.400 Schülerinnen und Schüler in Bayern am Programm teil und kümmern sich um mehr als 10.300 Quadratmeter Ackerfläche. Insgesamt haben seit 2017 bayernweit über 25.600 Kinder ihr eigenes Gemüse angebaut und um die 19.300 Quadratmeter Ackerfläche bewirtschaftet, teilt die AOK mit. (AZ)
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