Die Kirchweih in Gersthofen war an vielen Tagen sehr gut besucht. Der Parkplatz für 160 Autos war meistens schnell voll.Foto: Marcus Merk
„Die Kirchweih war ein voller Erfolg.“ Für diesen Satz bekam der zweite Bürgermeister von Gersthofen, Reinhold Dempf, zustimmendes Klopfen auf den Tischen von den anderen Stadträten zu hören. Im Gremium waren alle sehr zufrieden, dass das erstmals auf dem neuen Platz veranstaltete Fest rund 20.000 Menschen angelockt hat und sozusagen auf dem letzten Drücker über die Bühne gehen konnte. Freilich gebe es noch den einen oder anderen Punkt zu verbessern, hieß es. Ein Thema, das vor allem angepackt werden soll, ist die Parksituation. So mancher Falschparker kassierte nämlich einen Strafzettel.
Zum ersten Mal fand die Kirchweih auf dem neuen Festplatz an der Donauwörther Straße statt. Unter dem Motto „traditionell anders“ wurde HABO‘S Festschänke zum Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Das Zelt wurde gemeinsam geleitet von Stefan „Bob“ Meitinger und Bernhard „Happi“ Happacher. Noch einmal richtig voll war es im Festzelt, als im Nachschlag zur elftägigen Kirchweih am Dienstagabend die „Spider Murphy Gang“ spielte. Die Band mit Kultcharakter wollten rund 1700 Leute hören. Die 160 ausgewiesenen Parkplätze waren nicht nur an dem Abend, sondern an allen Tagen schnell besetzt, Besucherinnen und Besucher wichen ins Wohnviertel aus oder stellten sich beispielsweise auf der zur Feuerwehr führenden Straße seitlich in den Graben.
Ein Arbeitskreis aus dem Stadtrat kümmerte sich um die Kirchweih
Das Thema Kirchweih kam noch mit ganz frischen Eindrücken vom Fest im Stadtrat auf den Tisch. Reinhold Dempf (FW) sagte, dass sich der eigens für die Veranstaltung gebildete Arbeitskreis im Stadtrat ausgezahlt habe. „Wir haben fast alles richtig gemacht.“ Er bedankte sich bei allen Beteiligten und vor allem bei den Vereinen, die das Fest unterstützt haben. Dempf: „Gersthofen hat ein ganz tolles Bild abgegeben.“ Dies sei umso erfreulicher, da bei der Fertigstellung des neuen Festplatzes großer Zeitdruck geherrscht habe. „Die Termine haben uns unter den Nägeln gebrannt“, so Dempf.
Rappelvoll mit 1700 Menschen war das Festzelt bei der Kirchweih Gersthofen beim Auftritt der Spider Murphy Gang. Foto: Marcus Merk
Der zweite Bürgermeister machte den Vorschlag, für die nächste Kirchweih wieder einen Arbeitskreis zu bilden. Es gebe Punkte, bei denen man nachbessern müsste. Dempf nannte als Beispiele die Beleuchtung oder die Parkplatz-Situation. Bei letzterem Thema hakte Stadtrat Martin Ehinger (SPD) ein. Er sprach die vom Ordnungsamt verteilten Strafzettel für Falschparker an. „Vielleicht könnte man diese wohlwollend behandeln?“, fragte Ehinger. Hier gab Bürgermeister Michael Wörle eine klare Absage. „Wenn wo nicht geparkt werden darf, dann darf da auch nicht geparkt werden.“ Auch die Polizei habe daher kontrolliert. Wörle sagte, man sei in etwa 15 Minuten von der Bauern- und Bahnhofstraße zu Fuß am Festplatz, mit dem Rad natürlich noch schneller.
Als weiteres Thema bei der Kirchweih-Bilanz wurde im Stadtrat noch angesprochen, dass von Besucherinnen und Besuchern der Wunsch nach einem Würstelstand auf dem Festgelände geäußert wurde. Bürgermeister Wörle nahm diese Kritik mit einer Portion Humor: „Dann stelle ich mich halt nächstes Jahr hin und grille ein paar Würstel.“ Er könne nicht glauben, dass bei dem kulinarischen Angebot auf der Kirchweih wirklich jemand hungrig nach Hause gehen musste.
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