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Interview mit dem Bürgermeister: Was hat sich nach der Hochwasser-Katastrophe in Nordendorf geändert?

Nordendorf

Was hat sich zwei Jahre nach der Hochwasser-Katastrophe in Nordendorf geändert?

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    Nordendorf im Juni 2024: Die Schmutter ist über die Ufer getreten und die Gemeinde unter Wasser gesetzt.
    Nordendorf im Juni 2024: Die Schmutter ist über die Ufer getreten und die Gemeinde unter Wasser gesetzt. Foto: Gemeinde Nordendorf

    Wenn Sie jemandem außerhalb Nordendorfs in zwei Sätzen erklären müssten, was das Hochwasser 2024 hier ausgelöst hat – wie würden diese Sätze lauten?

    TOBIAS KUNZ: Das Hochwasser 2024 hatte eine Dimension, wie sie der Landkreis Augsburg bislang nicht erlebt hat. Es hat in Nordendorf Schäden in Millionenhöhe verursacht. Gleichzeitig hat es gezeigt, wie stark der Zusammenhalt im Ort ist, und den Anstoß gegeben, als Gemeinde zusätzlich zu den Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes Hochwasserschutzmaßnahmen umzusetzen.

    Der Blick auf Produktionsgebäude und den Käseladen der Landkäserei Reißler im Juni vor zwei Jahren. Nach dem Dammbruch flutete das Schmutterwasser das Grundstück mit voller Wucht.
    Der Blick auf Produktionsgebäude und den Käseladen der Landkäserei Reißler im Juni vor zwei Jahren. Nach dem Dammbruch flutete das Schmutterwasser das Grundstück mit voller Wucht. Foto: Stefan Kaiser (Archivbild)

    Was würden Sie heute sagen: Warum war Nordendorf trotz vieler Einsatzkräfte am Ende so massiv betroffen?

    TOBIAS KUNZ: Mehrere Faktoren kamen zusammen: die außergewöhnliche Fünf-B-Wetterlage im südlichen Landkreis, der Deichbruch am Tannetweiher bei Bobingen, gesättigte Böden und dadurch Wassermengen, die bis dahin kaum vorstellbar waren. Wir waren auf ein Hochwasser vorbereitet, hatten gute Notfallpläne, die Menschen haben angepackt und unsere Einsatzkräfte haben bis zur Erschöpfung gekämpft. Am Ende war es zu viel Wasser. Wäre der geplante Hochwasserschutz schon gestanden, hätten wir unsere Kapazitäten anderweitig einsetzen können. Vermutlich wäre das viele Wasser dann aber an anderer Stelle ins Dorf gelaufen.

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