Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg Land
Icon Pfeil nach unten
Welden
Icon Pfeil nach unten

Kloster Welden: Schwestern ziehen Ende März aus

Welden

Jetzt steht es fest: Schwestern verlassen Kloster Welden Ende März

  • |
  • |
  • |
  • |
    Am 23. März werden die Karmelitinnen das Kloster Welden verlassen.
    Am 23. März werden die Karmelitinnen das Kloster Welden verlassen. Foto: Rudolf Zitzelsberger-Jakobs

    Es war der 26. Mai 1931, als Priorin Alberta fünf Schwestern und zwei Novizinnen herzlich begrüßt wurden und mit Blasmusik in das Kloster in Welden einzogen. Am 23. März werden nun, nach dann fast 95 Jahren, acht Karmelitinnen den Theklaberg verlassen und ins Kloster Himmelspforten nach Würzburg umziehen. Bereits am Sonntag, 1. März, um 18 Uhr werden die Ordensfrauen mit einem feierlichen Gottesdienst in der Theklakirche von Augsburgs Bischof Bertram Meier und einem anschließenden Festakt im Holzwinkelsaal der Marktgemeinde verabschiedet.

    Derzeit laufen im Kloster die Umzugsvorbereitungen, es wird gepackt und gewerkelt. „Ich bin froh, wenn wieder Ruhe einkehrt“, sagt Schwester Stephanie, die seit 1998 an der Spitze der Weldener Gemeinschaft steht. Im Laufe der Jahre sei doch einiges zusammengekommen, das Kloster habe viele Möbel etwa aus Erbschaften erhalten. Stephanie: „Man hat vergessen, sich einzuschränken.“ Sie und ihre sieben Mitschwestern gehen nicht ohne Wehmut. „Wir sind dankbar für die wunderbaren, gesegneten Zeiten in Welden“, sagt die Oberin. „Wir haben uns immer geborgen, akzeptiert und erwünscht gefühlt.“ Tatsächlich ist die Bevölkerung den Karmelitinnen bis heute eng verbunden. „Sie werden uns fehlen“, heißt es in der Gemeinde.

    Kloster Welden: Schwestern verlassen Holzwinkel

    Eigentlich sollten die Schwestern das Kloster bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres verlassen haben. Doch der Umzug verzögerte sich. Die notwendigen Sanierungsarbeiten in Würzburg liefen nicht wie geplant. Baugenehmigung, Brandschutz-Auflagen, Terminprobleme mit Handwerksbetrieben – es gab immer wieder Schwierigkeiten. Nun soll es jedoch so weit sein und die acht Weldener Ordensfrauen ziehen als eigenständige Glaubensgemeinschaft ins Kloster Himmelspforten am Mainufer, in dem derzeit neun Schwestern im Konvent der Unbeschuhten Karmelitinnen leben. Erhalten bleiben soll in Welden lediglich der Klosterfriedhof, der inzwischen umgestaltet wurde. Die Namen der verstorbenen Schwestern sind nun auf Tafeln an einer Mauer zu lesen.

    Wie es mit dem imposanten Klostergebäude auf dem Theklaberg weitergeht, ist offen. Der Markt Welden hat sich das Vorkaufsrecht gesichert und ein Kaufpreisangebot für die Klosteranlage mit 15600 Quadratmetern Grund abgegeben. Über die Höhe kann Bürgermeister Stefan Scheider nichts sagen. Nach wie vor beabsichtigt die Gemeinde den Bau eines Kinderzentrums und die Sanierung der bestehenden Gebäudesubstanz. Neben der ohnehin schon denkmalgeschützten Theklakirche, die im Besitz der Fugger ist und nicht zum Verkauf steht, ist inzwischen auch das gesamte Ensemble des 1929 begonnenen Klosterbaus unter Denkmalschutz gestellt. Scheider: „Die Fassade soll erhalten bleiben.“ Auch der Flächennutzungsplan müsste nach Worten des Bürgermeisters geändert werden. Er sieht bisher als Zweckbestimmung ein Kloster vor.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren