Das Ziel ist für den Landkreis Augsburg seit Langem klar: Mehr Menschen sollen für den Weg zur Arbeit in Zukunft das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen, weniger von ihnen hingegen das Auto. Da mögen die neuesten Zahlen, dass gerade im Landkreis mehr Autos pro 1000 Einwohner zugelassen sind als im bayerischen Durchschnitt, ernüchternd wirken. Dennoch darf das kein Anlass zum Aufgeben sein.
Denn zugegeben: Immer noch ist das Auto fast unumgänglich, um von Zusmarshausen oder Emersacker zu seinem Arbeitsplatz zu pendeln. Aber warum sollte ein gutes Nahverkehrsangebot einen Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin aus Neusäß nicht davon überzeugen, mit dem Zug nach München zu fahren statt mit dem Auto? Genauso gut geht es mit dem Rad von Königsbrunn nach Augsburg.
Mehr Autoverkehr bedeutet immer auch mehr Stau
Potenzial liegt dabei sicher vor allem bei der jungen Generation und jenen, die erst in die Region ziehen möchten. Sie haben noch keine jahrelang festgefahrene Routine. Wird ihnen ein gutes Alternativangebot gemacht, gibt es sicher einige unter ihnen, die gerne aufs Auto verzichten. Denn seien wir ehrlich: Steigt das Verkehrsaufkommen noch mehr, dann ist es auch immer weniger lustig, morgens und abends auf der B2 oder der B300 im Stau zu stehen.