Mehrere Menschen filmen nachts einen Dieb mit privaten Kameras. Das war zuletzt im Landkreis Augsburg der Fall. Für diejenigen, die den Unbekannten gefilmt hatten, war klar: Nachbarinnen und Bekannte informieren, Anzeige erstatten, dann muss die Polizei ermitteln. Eine Zeugin hatte sogar einen konkreten Verdacht geäußert. Doch so schnell ging es nicht und die Betroffenen äußerten Kritik an der Polizeiarbeit. In einem Fall schlich ein Unbekannter erfolglos über ein Grundstück, in die Garage kam er gar nicht rein. In einem anderen nahm ein Unbekannter zwei Flaschen Sekt mit. Als ein Geldbeutel aus einem unversperrten Auto gestohlen wurde, nahm die Polizei die Ermittlungen auf.
Mit gestohlenem E-Bike auf Beutezug durch Diedorf und Gessertshausen
Jetzt war ein Unbekannter auf Beutezug in Diedorf und Gessertshausen unterwegs. Er stahl ein E-Bike und fuhr damit durch die Orte, auf der Suche nach unverschlossenen Autos. Aus denen nahm er dann unter anderem Bargeld mit. Die Betroffenen hoffen, dass der Unbekannte schnell gefasst wird. Sie fühlen sich auf ihrem eigenen Grundstück nicht mehr so sicher und verlassen sich auf die Polizei. Die wiederum ist auf Zeugenaussagen angewiesen und ermittelt auch in diesem Fall.
Privatkameras ersetzen keine Polizeiarbeit
Private Kameras ersetzen keine Polizeiarbeit – aber sie können sie unterstützen. Doch wenn die technische Unterstützung zu einer großen Erwartung und zur Unzufriedenheit mit der Polizei führt, entsteht schnell das Gefühl, dass man mit seinem Problem allein ist.
Und das ist der eigentliche Schaden.
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