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Kommunalwahl 2026: Das ändert sich in Diedorf am Wahltag

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In Diedorf wird es nach der Wahl auf jeden Fall eine Fraktion weniger geben

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    In Diedorf wird am 8. März auf jeden Fall ein neuer Bürgermeister gewählt, der Amtsinhaber tritt nicht mehr an. Doch auch in den Fraktionen tut sich einiges. (Archivbild)
    In Diedorf wird am 8. März auf jeden Fall ein neuer Bürgermeister gewählt, der Amtsinhaber tritt nicht mehr an. Doch auch in den Fraktionen tut sich einiges. (Archivbild) Foto: Marcus Merk

    Zwei Dinge sind schon vor der Kommunalwahl am 8. März in Diedorf sicher: Es wird keine Stichwahl geben – denn es bewerben sich nur zwei Kandidaten um die Nachfolge von Bürgermeister Peter Högg, sodass am Abend des Wahltags feststeht, wer die nächsten sechs Jahre als Bürgermeister der rund 11.000 Diedorfer und Diedorferinnen amtieren wird: Thomas Rittel für die CSU oder Andreas Müller für Wir für Diedorf (WfD). Und es wird mindestens eine Fraktion weniger im Gemeinderat geben – denn die Bürgerunion tritt nach ihrer Auflösung vor drei Jahren nicht mehr an und ein weiterer Wahlvorschlag ist nicht hinzugekommen. Bislang sind neben der Bürgerunion mit ihren beiden Gemeinderäten die CSU, WfD (die auch aktuell den Bürgermeister stellt), die Grünen, die SPD und die Freien Wähler vertreten. Außerdem hören einige Gemeinderäte und Gemeinderätinnen auf, die das Geschehen in der Diedorfer Kommunalpolitik jahrelang mitgeprägt haben.

    Und da sind zunächst vor allem die aktuelle dritte Bürgermeisterin Maria Prues (SPD) und Grünen-Gemeinderätin Claudia Kargl zu nennen. „Nach 24 Jahren im Marktgemeinderat reicht es mal“, so Maria Prues, die sechs Jahre lang auch Kreisrätin war. Ihr Fraktionskollege Alexander Neff tritt hingegen erneut an. Bei den Grünen könnte es ebenfalls mit Fraktionschefin Daniela Hüttl ein Wiedersehen im nächsten Gemeinderat geben, sie führt den Wahlvorschlag ihrer Partei an. Die dritte Grüne Gemeinderätin, Stefanie Birner, war erst vor wenigen Monaten ins Gremium nachgerückt und tritt nicht mehr an. Die Freien Wähler haben aktuell zwei Gemeinderäte, beide treten auch wieder an, wenn auch Marcus Hartmann auf dem vorletzten Platz seiner Liste.

    Wer bei WfD und der CSU nicht mehr antritt

    Auch bei den beiden „großen“ Fraktionen im aktuellen Gemeinderat wird es einige Veränderungen geben. Acht Sitze hat aktuell das Wählerbündnis „Wir für Diedorf“ um Bürgermeister Peter Högg, das jetzt übrigens mit ebenso vielen Frauen auf den ersten zehn Plätzen des Wahlvorschlags antritt wie Männern – was bei dieser Kommunalwahl nur bei einer Minderheit der Wahlvorschläge der Fall ist. Hier könnten theoretisch die allermeisten Gemeinderäte auch ab Mai 2026 wieder einen Platz an der rechteckigen Tischgruppe im Sitzungssaal des Bürgerhauses Willishausen finden, allein Ute Wagner und eine der „jüngsten“ Gemeinderätinnen in Diedorf, Christine Lehmeyer, treten nicht mehr an. Letztere war erst vor knapp zwei Jahren in das Gremium nachgerückt.

    Thomas Rittel ist der Bürgermeisterkandidat der CSU für Diedorf im Wahljahr 2026.
    Thomas Rittel ist der Bürgermeisterkandidat der CSU für Diedorf im Wahljahr 2026. Foto: Rittel

    Einige Wechsel wird es auch in der Fraktion der CSU geben, am bedeutsamsten könnte das eventuelle Ausscheiden von Horst Heinrich werden, der viele Jahre lang vor allem das finanzpolitische Sprachrohr der Fraktion war. Er tritt zwar wieder an, jedoch auf dem vorletzten Platz des Wahlvorschlags seiner Partei. Doch auch von dort lässt das Wahlsystem freilich den Einzug in den Marktgemeinderat zu. Ganz sicher nicht mehr dabei sein werden jedoch Johanna Jiresch-Spengler und Christoph Schwarzholz, die nicht mehr antreten.

    Die Bürgerunion wollte einst für Frieden im Gemeinderat sorgen

    Fehlen wird freilich auch die Bürgerunion mit ihren beiden Markträten Armin Zäh und dem ehemaligen FCA-Profi Sören Dreßler. Bereits vor drei Jahren hatte sich der Verein nach 40-jährigem Bestehen aufgelöst. Gegründet hatte er sich 1983 als Antwort auf eine damals von Zerstrittenheit und permanenten Querelen geprägte Situation im Gemeinderat, sagte das langjährige Vorstandsmitglied Werner Hupka auf der Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehen in seiner Laudatio. Doch am Ende gab es nicht mehr genügend Mitglieder, die bei der Wählervereinigung einen Posten im Vorstand übernehmen wollten.

    Andreas Müller will Bürgermeister in Diedorf werden. Er tritt für Wir für Diedorf (WfD) an.
    Andreas Müller will Bürgermeister in Diedorf werden. Er tritt für Wir für Diedorf (WfD) an. Foto: Müller

    Apropos Zerstrittenheit und Querelen. War der Gemeinderat in Diedorf lange Zeit in zwei offensichtliche Lager gespalten gewesen, scheint sich die Zusammenarbeit zuletzt entspannt zu haben. Ein Ziehen an einem Strang wird auch in den nächsten sechs Jahren nötig sein, egal, ob Andreas Müller oder Thomas Rittel, beide übrigens nicht nur Bürgermeisterkandidaten, sondern auch Listenführer ihrer Wahlvorschläge, auf dem Chefsessel sitzen werden. Denn Vieles von dem, was sich Peter Högg für seine zweite Amtszeit vorgenommen hatte, bleibt weiterhin auf der To-Do-Liste. In einem Interview mit unserer Redaktion vor drei Jahren hatte er gesagt, die Sanierung des Feuerwehrhauses und die Erweiterung der Grundschule sowie eine zuverlässige Kinderbetreuung seien wichtig für die Entwicklung der Marktgemeinde. Außerdem sah er den Bau von zusätzlichen Wohnungen als mittelfristiges Ziel. An diesen Punkten wird die Arbeit ab Mai 2026 für den neuen Bürgermeister weitergehen.

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