Kommunalwahl 2026 in Diedorf, Fischach, Aystetten und Horgau: Das sind die Bürgermeister
Landkreis Augsburg
Überraschung in Diedorf: Andreas Müller wird Bürgermeister – in Fischach endet eine Ära
Andreas Müller gewinnt die Bürgermeisterwahl in Diedorf. Auch in Zusmarshausen gibt es eine Überraschung. In Aystetten und Horgau kommt es zur Stichwahl.
Andreas Müller, der für die Wählergemeinschaft „Wir für Diedorf" angetreten ist, hat die Bürgermeisterwahl in Diedorf gewonnen. Ihm gratulierten seine Mitstreiter, links neben ihm seine Frau Angela.Foto: Andreas Lode
„Überwältigt“ – so fühlte sich der neue Diedorfer Bürgermeister Andreas Müller (WfD), nachdem er während der Auszählung der 14 Stimmbezirke von Anfang an deutlich in Führung vor seinem Konkurrenten Thomas Rittel von der CSU lag und am Ende 56,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte, am Ende hatten 70,4 Prozent der wahlberechtigten Diedorferinnen und Diedorfer an der Wahl teilgenommen. Der Amtssessel der Gemeinde mit rund 11.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bleibt damit bei der Wählergemeinschaft Wir für Diedorf, nachdem der bisherige Bürgermeister Peter Högg nach zwölf Amtsjahren nicht mehr angetreten war.
Kommunalwahl 2026: In Fischach endet eine Ära
„Ich bin dankbar und freue mich riesig“, so Müller weiter. Er habe im Wahlkampf viel mit den Menschen gesprochen und vor allem zugehört. „Wählergemeinschaften, das ist es doch, was die Menschen auf kommunaler Ebene wollen“, so seine Erfahrung. Für den Unterlegenen Thomas Rittel war es bereits die zweite Niederlage gegen einen WfD-Mitbewerber, vor sechs Jahren war er gegen Högg angetreten. „Das Ergebnis ist eindeutig, ich habe Andreas Müller bereits gratuliert. Wir haben eine ordentliche und ehrliche Arbeit gemacht, die im Gemeinderat auch erfolgreich war. Ich hatte gedacht, dass die Diedorferinnen und Diedorfer das schätzen“, so Rittel.
InFischach endet eine Ära: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wird es nicht mehr die SPD sein, die den Bürgermeister stellt. Anja Völk wollte die Nachfolgerin von Peter Ziegelmeier werden, musste sich jedoch Benjamin Früchtl geschlagen geben, der mit 62 Prozent der Stimmen ein starkes Ergebnis vorweisen konnte. „Mit diesem eindeutigen Ergebnis hatte ich nicht gerechnet - ich bin wirklich geplättet“, so Früchtl, der sich bei allen Wahlhelfern bedankte. „Ohne die wäre das nicht möglich gewesen.“ Was ihm am Wahlabend besonders wichtig ist: „Ich möchte das Vermächtnis von Peter Ziegelmeier fortführen.“ Was Früchtl damit meint: Eine Gemeinde im Sinne der Überparteilichkeit und des guten Verhältnisses untereinander führen. Völk nimmt das Ergebnis gelassen. „Der Wähler hat so entschieden, das ist eben Demokratie.“ In Fischach hatten 70,8 Prozent der Stimmberechtigten auch ihren Wahlzettel in die Urne geworfen.
Überraschung bei Kommunalwahl in Zusmarshausen
InZusmarshausen setzte sich überraschend deutlich Ben Matthes von der Bürgerliste Zusmarshausen mit 60 Prozent der Stimmen durch und tritt somit die Nachfolge von Bernhard Uhl an. CSU-Kandidat Christian Weldishofer kam bei einer Wahlbeteiligung von 73,2 Prozent auf 40 Prozent der Stimmen. „Ich bin überrascht und überwältigt, aber natürlich sehr froh, denn die letzten Wochen waren natürlich auch sehr anstrengend“, so Matthes, der das Wahlergebnis im Sitzungssaal des Rathauses verfolgt hatte. Meine beiden Töchter und meine Frau haben mich sehr unterstützt, und auch der Bürgerverein. Es ging nur gemeinsam und gemeinsam wollen wir die Themen dann angehen. Ich habe zum Glück am Montag frei und kann jetzt etwas durchschnaufen“, so Matthes.
Ben Matthes von der Bürgerliste Zusmarshausen wurde zum Bürgermeister von Zusmarshausen gewählt.Foto: Harry-Georg Juraschek
Kommunalwahl 2026: Fahrner gewinnt in Dinkelscherben deutlich
Wie erwartet fiel das Ergebnis in Dinkelscherben sehr deutlich aus. Ulrich Fahrner kam auf 81,1 Prozent der Stimmen, wodurch der Mann von der CSU Nachfolger von Bürgermeister Edgar Kalb wird. „Ich bin sehr glücklich und freue mich über das große Vertrauen. Es war ein fairer Wahlkampf und ich glaube, alle Parteien haben einen engagierten Wahlkampf gemacht“, so der designierte Bürgermeister, der zusammen mit Konkurrent Joachim Schimming von den Grünen, der auf 18,9 Prozent der Stimmen kam, und allen weiteren Parteien den Wahlabend ausklingen ließ.
Ulrich Fahrner siegte bei der Bürgermeisterwahl in Dinkelscherben mit mehr als 80 Prozent der Stimmen.Foto: privat
Im Westen des Landkreises Augsburg kommt es in zwei Gemeinden zur Stichwahl. In Horgau treten in zwei Wochen Matthias Mahler (Bürgerverein Rothtal), der 42,4 Prozent der Stimmen erhielt, und Sandra Wolgschaft (CSU) mit 35 Prozent nochmals an. SPD-Kandidat Martin Trautwein kam auf 22,6 Prozent.
In Horgau kommt es zwischen Matthias Mahler (links) und Sandra Wolgschaft zur Stichwahl.Foto: Bürgerverein/CSU
Um nur wenige Stimmen hat der Bürgermeister-Kandidat der Freien Wähler in Aystetten, Markus Winterhalter, mit 49,4 Prozent den Sieg auf Anhieb verpasst und muss in die Stichwahl. Er trat gegen drei Mitbewerber an. An zweiter Stelle landete Eric Hummel (CSU) mit 27 Prozent vor Patrick Junker (Aystetten aktiv) mit 15,5 Prozent und Ursula Reichenmiller-Thoma (SPD) 8,1 Prozent. Dieser wollte sich am Wahlabend noch nicht zu seinen Plänen äußern, sondern sich am Montag erst mit seiner Partei besprechen.
In Ustersbach setzte sich mit 54 Prozent der Kandidat der CSU und Bürgerliste, Markus Kohler, durch. „Ich bin glücklich und danke für das Vertrauen.“ Im Vorfeld sei schon klar gewesen, dass es ein knappes Ergebnis werden würde, deshalb sei es jetzt mit dem Ausgang um so zufriedener. In Kutzenhausen freute sich Bürgermeister Andreas Weißenbrunner „wahnsinnig“ über fast 92 Prozent Zustimmung, er war der einzige Kandidat.
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