Dreizehn Jahre lang hat Karl Heinz Jahn als Seniorenbeauftragter des Gemeinderates die Arbeit für die älteren Bürger Langweids maßgeblich gesteuert. Dafür bedankten sich in jüngster Sitzung des Gemeinderates Bürgermeister Jürgen Gilg und der gesamte Gemeinderat herzlich bei Altbürgermeister und Ehrenbürger Karl Heinz Jahn. Die ständig wachsenden Aufgaben waren für ihn im Alleingang nicht mehr zu stemmen, deshalb hatte er um Entbindung von der Funktion gebeten. Seine Aufgaben übernimmt nun ein fünfköpfiger Seniorenbeirat unter dem Vorsitz des Dritten Bürgermeisters Günter Klein. Als Mitglieder wurden nach Vorschlägen der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen Nitagrit Stegmiller, Marlene Danzer, Heinz Koutecky und Christine Koutecky benannt.
Doch der Gemeinderat befasste sich auch noch mit anderen Themen. Die Deutsche Bahn plant Bauarbeiten am Mittelbahnsteig des Gablinger Bahnhofs. Dieser soll erhöht werden, sodass die Züge barrierefrei erreicht werden können. Im Zuge der Umbauarbeiten wird es allerdings nötig, Flächen auf Langweider Flur zu nutzen. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens hat der Gemeinderat Langweid dafür einige Bedingungen gestellt. Die Flächen müssen genau dokumentiert und die Wiederherstellung des Weges östlich der Gleisanlage garantiert werden. Die Zufahrt zur angrenzenden Spedition muss durchgängig sichergestellt sein.
Langweid hat schon im Vorfeld Flächen für Windenergie gesucht
In den Regionalplan der Region Augsburg sollen die geänderten Kriterien der Bundes- und Landesregierung für die Zulässigkeit von Windenergieanlagen eingearbeitet werden. Die Vorgabe darin lautet: Mindestens 1,8 Prozent der Regionsfläche sollen als Vorranggebiete für Windenergie festgelegt werden. Im Kriterienkatalog wird flächendeckend auch der Abstand zu Wohngebieten auf 800 Meter reduziert. Dazu werden die Gemeinden im Rahmen eines informellen Anhörungsverfahrens um Stellungnahme gebeten. Damit befasste sich der Gemeinderat Langweid in seiner jüngsten Sitzung.
Langweid war schon auf die Suche nach geeigneten Vorrangflächen für Windenergie gegangen und auch im südwestlichen Gemeindebereich fündig geworden. Dann kam das „Aus“ für die gemeindlichen Planungen durch eine Stellungnahme des Bundesnachrichtendienstes, der die Antennenanlage in Gablingen betreibt. Diese sieht Höhenbeschränkungen für Windräder im Umfeld der Anlage vor, die den Vorgaben für auszuweisende Flächen für Windenergie widersprechen. Somit könne man nicht zum 1,8-Prozent-Ziel beitragen, so das Fazit des Gemeinderates, der die Planungen im Sommer 2023 stoppte.
Dem Regionalen Planungsverband sei die Stellungnahme des BND vom 16. Juni erneut zu übermitteln, so der aktuelle Beschluss des Gemeinderates. Die Löschung der noch in der Kartierung des Regionalplans eingetragenen Suchräume wird eingefordert.