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Nachruf auf den verstorbenen Konditor Emil Himml aus Gersthofen

Gersthofen

Erinnerungen an den Gründer des Café Himml

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    An dieser Stelle befand sich einst das „Konditorei-Café“ am Rathausplatz, das Emil Himmel gegründet hatte. Nun ist der Gersthofer Konditormeister gestorben.
    An dieser Stelle befand sich einst das „Konditorei-Café“ am Rathausplatz, das Emil Himmel gegründet hatte. Nun ist der Gersthofer Konditormeister gestorben. Foto: Marcus Merk

    „I wollt eigentlich nur mit Eich do sitzn, jetzt sitz i halt wo andersch.“ So war es in der Traueranzeige von Emil Himml zu lesen. Wenige Tage nach seinem 87. Geburtstag ist der Gersthofer Konditormeister verstorben. Bekannt war Emil Himml, den seine Freunde und Bekannten „Himbo“ nannten, vor allem als Inhaber des „Konditorei-Cafés am Rathaus“, das er als Jungunternehmer im Alter von 28 Jahren gründete.

    Heute würde man Start-up dazu sagen. Unterstützt von seiner Ehefrau Rita führte er die Konditorei und das Café erfolgreich über drei Jahrzehnte. Mit seinen Konditorei-Produkten aus eigener Herstellung war Emil Himml für viele Café-Besucher eine beste Adresse. Auch über den Ladenverkauf fanden seine handwerklichen Köstlichkeiten an Kuchen und Gebäck reißenden Absatz. Das Café mit einem klassischen Café-Charakter, gemütlicher Atmosphäre und dem dazugehörenden Bedienservice hatte Stil.

    Auch Vereine hielten im Gersthofer Café am Rathaus ihre Sitzungen ab

    Für viele Vereine bot das Café Himml die Möglichkeit, in der Stadtmitte Vereinsveranstaltungen abzuhalten. Oft musste das Inhaber-Ehepaar Himml deshalb bis nach Mitternacht ausharren. Karl-Heinz Wagner, langjähriger zweiter Bürgermeister, erinnert sich an den Beginn seines politischen Wirkens: „Im Café Himml wurde ich im Herbst 1971 für die Stadtratswahl auf der CSU-Liste für die Wahl im Jahr 1972 nominiert.“

    Das Café mit Ladengeschäft in guter Lage gleich neben dem Rathaus an der Augsburger Straße ist ein Teil einer damals ab Mitte der 1960er Jahre neu gebauten modernen Wohnanlage. Es wurde rechtzeitig zur Stadterhebung im Jahr 1969 fertig. In diesem sogenannten Ortszentrum gab es auch den „Salon für moderne Haarpflege“, geführt von Oskar Schnepf, sowie ein Wäsche- und Miedergeschäft. Es folgten bis heute mehrere Betriebsübergaben. Erst vor wenigen Wochen wurde in den Räumen das Café Eser eröffnet, das türkische Spezialitäten anbietet. (mit khw)

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