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Neue Ortsmitte Bonstetten: So teuer wird es wirklich

Bonstetten

Neue Kostenschätzung: So teuer wird die neue Ortsmitte Bonstetten

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    Der Gemeinderat Bonstetten treibt die Planungen für die neue Ortsmitte weiter voran.
    Der Gemeinderat Bonstetten treibt die Planungen für die neue Ortsmitte weiter voran. Foto: Sebastian Richly

    Die Entwicklung der neuen Dorfmitte in Bonstetten wurde nach dem knappen Bürgerentscheid in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats nun weiter vorangetrieben. Wie es nun mit dem Großprojekt weitergeht und warum es etwas teurer wird, als bislang angenommen.

    Ortsmitte Bonstetten: Änderungen am Gebäude geplant

    Die Weiterführung der Planungen war nur möglich, nachdem der Bürgerentscheid mit einer Stimme Vorsprung zugunsten der aktuellen Pläne zur Ortsmitte entschieden wurden. Der Vorentwurf wurde mit den Fachbehörden und dem Fördergeber, der Regierung von Schwaben, überarbeitet und abgestimmt. Joel Harris vom Architekturbüro Harris und Kurrle erklärte, dass sich die Grundrisspläne der Geschossflächen aus der Planungsstufe II nicht wesentlich verändert haben. Im Dachgeschoss sind marginale Veränderungen, wie ein Lagerbereich für die Feuerwehr sowie ein Technikraum für Lüftungsgeräte vorgesehen. Vom Treppenhaus ist die Kleiderkammer erreichbar.

    In der Ansicht zeigte Harris einen geraden Dachfirst anstelle eines schrägen. Dadurch ergebe sich eine größere Dachfläche. Bei der Außengestaltung des Gebäudes hatte man sich für eine Lamellenstruktur entschieden. Im hinteren Bereich sind im Bürgersaal große Fenster eingeplant. Die dreifache Isolierverglasung bietet eine bessere Wärmedämmung. Textil-Markisen sollen als Sonnenschutz dienen. Eine mobile Trennwand ist für den Sitzungs- und Schulungsraum eingeplant, um so den Raum vergrößern oder auch verkleinern zu können.

    Miriam Franzel vom Architekturbüro erläuterte die technische Anlage. „Das Mauerwerk ist eine Mischkonstruktion aus Holz und Beton.“ Die Dachkonstruktion ist so ausgelegt, dass später Photovoltaik-Paneele angebracht werden können. Für gutes Klima sorgen sowohl eine mechanische Lüftung im Foyer, im Café wie auch in den Umkleiden. Eine Abluftanlage ist im Sanitärbereich vorgesehen, die Aufenthaltsräume werden über Fenster und Türen belüftet. Für eine sichere und effiziente Entfernung schädlicher Abgase direkt aus dem Auspuff in der Feuerwehr-Halle soll die Gasabsaugung gewähren. Im gesamten Gebäude ist eine LED-Beleuchtung vorgesehen. Die Schulungs- und Veranstaltungsräume sind dimmbar.

    Auf Wunsch der Freien Wähler soll die Kleiderkammer in den Keller verlegt werden, um so für den Musikverein zusätzliche 52 Quadratmeter an Platz gewinnen zu können. Bürgermeister Anton Gleich wollte diesen Vorschlag nicht über den Kopf hinweg der Musiker entscheiden. Und so wurde der Antrag von Daniel Schmid Antrag vom Gremium abgelehnt.

    Bonstetten: Änderungswünsche lassen Ortsmitte teurer werden

    Die Pläne der Außenanlage, vorgestellt von Frank Jetter, sind noch nicht in Stein gemeißelt. Man könne immer noch nachrüsten, sei es bei den Parkplätzen und der Zufahrt. „Ich sehe hier im Augenblick keinen Stress“, so der Bürgermeister. Die Vorgabe vom Fördergeber war, dass möglichst viel grün an Wegen angelegt werden sollen. Große asphaltierte Flächen müssen früher oder später weg. Als Energiekonzept wird vom Energieberater und der Städtebauförderung empfohlen, fortschrittlich und nachhaltig mit Wärmepumpen und PV-Anlagen einzubauen. Beide sind in der Kostenrechnung noch nicht berücksichtigt, jedoch förderfähig. Dabei sollte es nicht nur auf ein Gebäude beschränkt sein, sondern „wir sollen verknüpft denken“, so Gleich. Auch im Kindergarten und weiteren Einrichtungen soll das Konzept umgesetzt werden.

    Bei den Entwurf-Kosten ist man detaillierter in die Rechnung gekommen. Wo kann man einsparen? Die gerundete Summe für die neue Ortsmitte beläuft sich auf 12,8 Millionen Euro - Stand 1. November. Der Förderbescheid ist in Bearbeitung und muss Mitte Dezember fertig gestellt werden.

    Weitere Planungen mit beschlossenen Änderungswünschen sollen in die nächste Phase geführt werden. Beim Hochbau soll statt der Gasheizung eine Luftwärmepumpe mit Dach-PV-Anlage gespeist und einer Batterie ausgestattet werden. Anstelle der Kostenberechnung mit 12,8 Millionen Euro wird dann mit einer Summe von 13,2 Millionen Euro (inklusive Wärmepumpe und PV-Anlage) ausgegangen. Die Planung soll bezüglich der Ökobilanzierung mit Kosten von 17.159 Euro sowie vom K-Plan betreffend Feuerwehr mit Stundenansatz unterstützt werden. Dieser Beschluss wurde mit sieben zu drei Stimmen angenommen.

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