Mit einem 2:0-Sieg im Spitzenspiel gegen den TSV Haunstetten hat der VfR Neuburg beste Chancen auf die Vizemeisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Nord. Mit einem Punkt beim TSV Wertingen würde man sich die Teilnahme an der Relegation zur Landesliga endgültig gesichert haben. Einen Punkt benötigen aber auch die Wertinger, um dem Abstieg zu entgehen und in das Relegations-Roulette um dem Klassenerhalt einzutreten. Obwohl zehn Punkte mehr auf dem Konto sind, droht dieses Schicksal auch dem TSV Dinkelscherben.
Hinter Dinkelscherbens Finale steht ein Fragezeichen
Ob der TSV Dinkelscherben am Wochenende im Dreikampf mit den jeweils einen Punkt besseren TSV Nördlingen II und SpVgg Joshofen-Bergheim der Relegation noch entgehen kann, ist unklar. Der TSV soll am Samstag in Haunstetten antreten, doch die Begegnung steht auf der Kippe. Da ein Spieler der Nördlinger vor einigen Tagen gestorben ist, steht noch nicht fest, ob die Mannschaft gegen den SV Wörnitzstein-Berg antritt. Damit es am letzten Spieltag nicht zu Wettbewerbsverzerrung kommt, steht auch ein Fragezeichen hinter Dinkelscherbens Partie und Horgaus Spiel gegen Joshofen-Berheim. „Das ist eine blöde Situation für Nördlingen“, sagt Dinkelscherbens Abteilungsleiter Martin Mehr, der Verständnis für die Nördlinger Situation hat. „Wir hoffen, dass alle Spiele am Samstag stattfinden können“, so Mehr.
Schützenhilfe könnten man in Dinkelscherben vom FC Horgau gebrauchen, mit dem man in der Jugend eine Spielgemeinschaft bildet. „Wir kommen auf der letzten Rille daher, wollen aber natürlich unbedingt Dinkelscherben unterstützen und etwas Zählbares aus Joshofen mitnehmen“, sagt Trainer Franz Stroh.
Zum Zünglein an der Waage im Kampf um Platz zwei könnte der TSV Zusmarshausen werden, der den VfL Ecknach erwartet. Die Mannschaft um Ex-Profi Sören Dreßler könnte - ebenso wie der TSV Haunstetten - mit dem VfR Neuburg noch gleichziehen, hätte dann aber den besseren direkten Vergleich. So wird das letzte Heimspiel für die seit fünf Spielen sieglosen Zusser sicher kein abschließendes Freundschaftsspiel werden.
Beim TSV Gersthofen bleibt ein Torjäger
Ganz anders die Lage beim TSV Gersthofen, der bereits seit zwei Wochen als Meister und Aufsteiger feststeht und deshalb das letzte Saisonspiel gegen den VfR Jettingen auf Freitagabend vorverlegt hat, weil es für beide Mannschaften um nichts mehr geht. Den Titel mussten die Schwarz-Gelben als Zuschauer beim Spiel TSV Meitingen gegen VfR Neuburg feiern, anstatt auf dem Spielfeld zu jubeln. Das selbe Schicksal ereilte den TSV Gersthofen beim letzten Aufstieg vor drei Jahren, als man nach dem Abbruch der Corona-Saison zum Meister erklärt wurde. Aus diesem Team ist übrigens nur noch Torwart-Trainer Richard Kotzurek dabei.
Vor dem Spiel wird der Meisterwimpel überreicht und die Abgänge Robin Widmann (BC Rinnenthal), Bathuan Güney, Kaan Pasli (beide TSV Hollenbach) sowie Julian Lippmann (nach München) verabschiedet. Nach dem Match soll dann mit Freibier und Fans gebührend gefeiert werden. „Ganz gediegen, weil wir sonst Probleme mit den Nachbarn bekommen“, sagt Abteilungsleiter Rico Kornisch, der zwar noch keine Neuzugänge, aber dennoch eine wichtige Personalie verkünden kann. Goalgetter Fabian Bühler hat verlängert und wird für den TSV auch in der Landesliga auf Torejagd gehen.
Abschiedsstimmung beim TSV Meitingen
Abschiedsstimmung herrscht auch beim TSV Meitingen. Nicht nur, dass man sich vom Relegationstraum verabschieden musste, auch Trainer Andreas Wessig wird seine Zelte in den Lechauen abbrechen. Nach sieben sieglosen Spielen wünscht er sich von den Seinen im letzten Heimspiel gegen das bereits abgestiegen Schlusslicht FC Maihingen einen Sieg. „Das wäre dann ein schöner Abschied.“
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