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Junges Talent wird Schiedsrichter des Jahres 2025 in Augsburg

Biberbach

Schiedsrichter des Jahres 2025 in Augsburg: Lucas Trs macht große Schritte in jungen Jahren

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    Lukas Trs vom SC Biberbach ist der Schiedsrichter des Jahres der Schiedsrichtergruppe Augsburg.
    Lukas Trs vom SC Biberbach ist der Schiedsrichter des Jahres der Schiedsrichtergruppe Augsburg. Foto: SRV Augsburg

    Bereits im Alter von 21 Jahren leitet Lucas Trs aus Augsburg seine dritte volle Saison in den Bezirksligen und hat sich im Kreis einen Namen als talentierter Schiedsrichter gemacht. Seine guten Leistungen blieben nicht unbemerkt: Die Schiedsrichtergruppe Augsburg zeichnete ihn als Schiedsrichter des Jahres 2025 aus. Dadurch konnte er zudem erste Erfahrungen bei Testspielen auf Landesliga-Niveau sammeln.

    Bereits als Kind hatte Lucas Trs, der in seiner Jugend selbst als Spieler auf dem Rasen stand, die Gedanken, einen Schiedsrichter- oder Trainerschein zu machen. Im Herbst 2019 entschied er sich, an einem Kurs teilzunehmen, wo er an den ersten beiden Tagen zunächst die Regeln kennenlernen durfte und anschließend die Prüfung erfolgreich absolvierte. Im Sommer 2020 machte er seine ersten Schritte im Jugendbereich. Sein erstes Spiel im Herrenbereich fand Anfang 2022 statt. Sein Vater unterstützte ihn dabei regelmäßig, fuhr ihn zu den Spielen, schaute zu und gab ihm ebenfalls hilfreiche Rückmeldungen.

    Überflieger Trs gelingt Schnellaufstieg in Bezirksliga

    Zusätzlich war er bei Testspielen als Assistent bei erfahrenen Schiedsrichtern im Einsatz. Seine Leistungen entwickelten sich positiv, sodass andere Mitglieder der Schiedsrichtergruppe auf ihn aufmerksam wurden und ihm frühzeitig viel zutrauten. „Es war für mich eine besondere Erfahrung, so schnell die Schritte machen zu dürfen. Die Rückmeldungen waren durchweg gut und halfen mir, mich kontinuierlich zu verbessern“, verrät der junge Schiedsrichter.

    Im Jahr 2022 pfiff er schließlich sein erstes Kreisligaspiel und wurde in den Kreisligapool aufgenommen. Insgesamt leitete er vier beobachtete und bewertete Spiele in der Kreisliga, in denen er einen sehr guten Notenschnitt erzielte. Bereits nach einem halben Jahr gelang ihm als Schnellaufsteiger der Sprung in die Bezirksliga – ein außergewöhnlicher Erfolg, da viele andere Schiedsrichter dafür deutlich länger benötigen. Sein erstes Bezirksligaspiel leitete er im Herbst 2022 in der Partie Ziemetshausen gegen Thalhofen. Aktuell ist er weiterhin in der Bezirksliga aktiv. In der laufenden Saison durfte er zudem drei Testspiele auf Landesliga-Niveau pfeifen.

    Die körperliche Fitness spielt auch für Schiedsrichter eine große Rolle

    Auf dem Platz sind ihm seine Erfahrungen sehr wichtig: „Ich treffe die Entscheidungen auf Basis meiner Erfahrung und durch Vergleiche mit ähnlichen Situationen, die ich im Laufe der Zeit verinnerlicht habe. Manchmal stimme ich mich auch mit meinen Assistenten über mein Headset ab.“ Wenn es in einem Spiel um viel geht, nimmt der junge Schiedsrichter das durchaus wahr. Dennoch versucht er, äußere Einflüsse soweit es geht auszublenden und sich auf die jeweiligen Situationen zu konzentrieren. „Das ist ein Lernprozess und es kommt immer mit der Zeit. Nach den Spielen reflektiere ich mich immer selbst und überlege, was ich in Zukunft besser machen kann oder ob meine Einschätzungen richtig waren.“

    Die körperliche Fitness spielt auch für einen Schiedsrichter eine wichtige Rolle. Deshalb nimmt er – wenn es sich ergibt – am Fußballtraining teil und ergänzt das durch eine weitere Laufeinheit. Dabei variiert er zwischen Ausdauerläufen, Intervalltraining und Schnelligkeitsübungen. Zudem analysiert er regelmäßig Videoszenen aus Spielen, sowohl aus dem Amateur- als auch aus dem Profibereich, und setzt sich mit strittigen Szenen auseinander.

    Lukas Trs vom SC Biberbach ist der Schiedsrichter des Jahres der Schiedsrichtergruppe Augsburg. Dafür erhielt er einen Pokal.
    Lukas Trs vom SC Biberbach ist der Schiedsrichter des Jahres der Schiedsrichtergruppe Augsburg. Dafür erhielt er einen Pokal. Foto: SRV Augsburg

    In der Regel wird er eine bestimmte Zeit im Voraus für ein Spiel angesetzt und erhält auch dazu seine Assistenten. Spätestens Mitte der Woche beginnt er seine konkrete Spielvorbereitung. Dazu gehört der Kontakt zu seinen Assistenten und organisatorische Fragen wie beispielsweise Anreise, Treffpunkte oder Trikots abzustimmen. „Ich informiere mich auch immer über das bevorstehende Spiel. Dazu gehören die Tabellensituationen und die vergangenen Spiele der Mannschaften. Ich schaue mir auch gerne die Fairnesstabellen an und schaue, ob es Auffälligkeiten von einzelnen Spielern gibt“, verrät der Biberbacher Schiedsrichter und fügt hinzu: „Die ganzen Informationen setzte ich dann wie ein Puzzle zusammen, um ein Gefühl zu entwickeln, wie das Spiel verlaufen könnte.“

    Trs freut sich über Auszeichnung zum Schiedsrichter des Jahres

    Zuletzt wurde Lucas Trs von der Schiedsrichtergruppe Augsburg zum Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. Ausschlaggebend waren dafür seine guten Leistungen und ein erfolgreicher Lehrgang. Ihm bedeutet die Auszeichnung sehr viel: „Ich habe mich sehr darüber gefreut. Besonders wenn man schaut, wer in der Vergangenheit diesen Preis gewonnen hat – zum Beispiel Schiedsrichter, die in der Regionalliga, als Assistenten in der 3. Liga oder noch höher pfeifen.“ Für die Zukunft stehen klare Ziele an. Die sportliche Entwicklung sowie der Schritt in die Landesliga stehen im Vordergrund. Langfristig strebt er auch die Regionalliga an.

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