Der letzte Spieltag in der Kreisklasse Augsburg West steht vor der Tür. Während Öz Akdeniz schon als Meister feststeht, entscheidet sich das Rennen um den zweiten Platz und damit die Relegation im direkten Duell am letzten Spieltag. „Für uns ist es das erste Relegationsspiel“, sagt Leitersthofens Trainer Manuel Lorenz. Seine Mannschaft hat sich mit einer Aufholjagd zurück in den Aufstiegskampf gespielt und kann mit einem Sieg beim TSV Walkertshofen die Relegation perfekt machen. Die Walkertshofer wollen am Samstag den letzten Schritt gehen und die Vizemeisterschaft verteidigen.
Leitershofen will nach „Seuchenjahr“ den Sprung in die Relegation schaffen
„Wir haben ein richtiges Seuchenjahr hinter uns“, blickt Leitershofens Trainer Manuel Lorenz zurück. Seine Mannschaft startete mit fünf Siegen in die Saison und galt als einer der Favoriten auf die Meisterschaft. Dann folgten zehn Spiele mit nur einem Sieg, die Leitershofer schienen endgültig aus dem Aufstiegsrennen ausgeschieden. Dann startete der TSV aber eine Serie, seit acht Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen: „In den vergangenen Wochen konnte man die Qualität, die in dem Kader steckt, sehen. Davor haben uns Verletzungen und Krankheiten geschwächt, jetzt sieht man unsere Qualität.“ Die Rolle des Verfolgers ist für den TSV eine neue, jedoch gefallen sich die Leitershofer in ihrer neuen Rolle.
„Die letzten Jahre haben wir im Aufstiegskampf zum Ende hin schlapp gemacht, dieses Jahr können wir als Verfolger das Feld von hinten aufräumen“, erklärt Lorenz, wie seine Mannschaft ins Aufstiegsrennen zurückkam. „Dass wir im ersten Jahr, in dem wir schwächeln noch einmal die Chance auf den Aufstieg haben, ist schon verrückt. Aber diese Chance möchten wir wahrnehmen“, sagt Lorenz vor dem entscheidenden Saisonspiel.
Gegen den TSV Walkertshofen erwartet er ein enges Spiel gegen eine hoch motivierte und junge Mannschaft, die im Hinspiel das direkte Duell für sich entschied: „Damals haben sie uns im Tal der Tränen getroffen, das hat sich mittlerweile geändert. Wir werden alles reinhauen und das Spiel genießen. Wir wollen jetzt diesen letzten Schritt gehen.“ Während der TSV Leitershofen einen Sieg benötigt, um sich vor den TSV Walkertshofen auf Rang zwei zu setzen, würde den Staudenkickern ein Remis für den Relegationsplatz genügen. Dennoch wollen die Walkertshofer auf Sieg spielen.
Walkertshofen Alexander Böhm: „Können jetzt schon stolz sein.“
Nach Niederlagen gegen Stadtbergen und Westheim hat der TSV Walkertshofen mit dem 1:0-Erfolg gegen die SpVgg Auerbach-Streitheim alle Trümpfe in der Hand. Verliert der TSV sein Heimspiel gegen Leitershofen nicht, ziehen sie in die Relegation ein. „Wir werden nicht versuchen, auf Unentschieden zu spielen“, stellt Walkertshofens Trainer Alexander Böhm klar. Den Gegner aus Leitershofen erwartet er offensiv und stellt sich mit seiner Mannschaft auf eine enge Partie ein: „Wir müssen von Anfang an dagegenhalten und bereit sein, alles zu geben.“ Dafür sei ihm auch wichtig, seiner jungen Mannschaft die Anspannung vor dem vermeintlich wichtigsten Spiel der Saison zu nehmen.
Um seinem Team die Nervosität zu nehmen, hat Böhm seinen Spielern am Dienstag trainingsfrei gegeben. „Im Training am Donnerstag wollen wir dann das richtige Maß an Anspannung und Lockerheit finden“, sagt Böhm. Druck mache er seiner Mannschaft nicht: „Natürlich wollen wir es in die Relegation schaffen. Aber die Jungs haben die beste Saison des TSV Walkertshofen gespielt, egal, wie es am Samstag ausgeht. Darauf können sie jetzt schon stolz sein.“
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