„50 Jahre Vereinsheim Häder – Vereinsleben gestern, heute, morgen.“ Unter diesem Motto stand die Jubiläumsveranstaltung im bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Vereinsheims „Scharfes Eck“. Unter der Leitung von Moderation Barbara Heger wurden dem Publikum verschiedenste Beiträge rund um das Jubiläum präsentiert.
In seiner Begrüßung unterstrich der Zweite Bürgermeister Ulrich Fahrner die Bedeutung des Vereinsheims, welches das dörfliche Leben in Häder präge und Vorbild für weitere dörfliche Treffpunkte im Ortsbereich gewesen sei. Einen besonderen Dank sprach Fahrner der Familie Mehr für ihre Leistung beim Betrieb dieses örtlichen Treffpunktes aus und überreichte Richard Mehr eine Dankesurkunde.
Mehr erwiderte die Ehrung, er sei nicht der „Cheforganisator“, sondern eher der „Hausmeister“. Neben ausführlichen Dankesworten war es dann an ihm, die Organisation des Hauses und vor allem die Veränderungen im Verhalten der Gäste zu erläutern, weg vom traditionellen Stammtisch hin zu anlassbezogenen Veranstaltungen. Dafür sei das Betreiben auf Vereinsbasis die einzig tragbare Lösung.
50 Jahre Vereinsheim Häder
Tief in die Geschichte des Hauses tauchte anschließend Silke Plösch ein, die sich im Rahmen einer Masterarbeit akribisch mit Archivunterlagen beschäftigt hatte. Auch anhand von Zeitzeugeninterviews rief sie die Geschichte der ehemaligen Schule und insbesondere die Entstehung des Vereinsheimes wieder ins Gedächtnis. „Das Vereinsheim ist Erinnerungsort und zugleich Keimzelle des kulturellen Ortslebens“, hob sie die Bedeutung dieses lokalen Treffpunktes hervor.
Auch die örtlichen Vereine trugen zum Gelingen des Abends bei, zu erwähnen der Männergesangverein, der unter Leitung von Andrea Schedler unterhaltsames Liedgut zum Besten gab. Hierbei stach besonders die auf Häderer Verhältnisse adaptierte Version von Peter Alexanders „Die kleine Kneipe…“ hervor.
Die Lacher auf seiner Seite hatte Georg Hauser, der mit trockenem Humor und kräftiger schwäbischer Sprachfärbung die Themen Gebietsreform, Überalterung der Gesellschaft und Individualisierung persiflierte. Ein virtuelles Kegelturnier, ein Quiz zur Gemeindebücherei und weitere Gesangseinlagen komplettierten den Festabend.
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