Nicht in seinem Wohnort Füssen, sondern auf Kuba feiert der frühere Augsburger Oberbürgermeister Paul Wengert am Sonntag mit Ehefrau Bärbel und Freunden seinen 60. Geburtstag. Damit hat sich der SPD-Politiker und Landtagsabgeordnete einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Wengert lenkte ab 2002 als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt Augsburg und zog im Oktober 2008 – nach seiner überraschenden Wahlniederlage gegen Kurt Gribl, den die CSU als Polit-Neuling ins Rennen geschickt hatte, – in den Bayerischen Landtag ein. Der Spross einer Bäckersfamilie aus Ellwangen (Baden-Württemberg) war nach dem Jurastudium und der Promotion erst Staatsanwalt beim Landgericht Augsburg sowie Richter am Amtsgericht Augsburg, ehe er 1990 als Bürgermeister von Füssen seine politische Laufbahn startete. Seine Schwerpunkte im Landtag sind das staatliche Bauwesen, der Etat des Wirtschaftsministeriums und der kommunale Finanzausgleich. Zudem ist er tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Ehrenamtlich engagiert sich Wengert unter anderem als Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes und Präsident des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben. Das Singen ist seine große Leidenschaft. So stand er in Augsburg und Füssen als Mackie Messer aus Brechts Dreigroschenoper auf der Bühne. Das nächste Mal in Augsburg ist Wengert spätestens am 13. Januar. Dann tritt er beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins in Haunstetten auf. (AZ)
60. Geburtstag