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Agententhriller: Das ZDF dreht in Augsburger Friseursalon

Agententhriller

Das ZDF dreht in Augsburger Friseursalon

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    Friseur Peter Funk macht in seinem Salon eine Zeitreise.
    Friseur Peter Funk macht in seinem Salon eine Zeitreise. Foto: Foto: Peter Fastl

    Zwischen Schwalbenmuster-Tapete und Schaufenster stehen mit rehbraunem Leder überzogene Friseurstühle und Trockenhauben aus Plastik. Dazwischen: Peter Funk. Sein Friseursalon in der Jakobervorstadt wurde durch aufwendige Umbauten in der letzten Woche in die 1960er Jahre zurückversetzt. Hier dreht das ZDF für den zweiteiligen Agentenfilm „Deckname Lena“. Dazu werden in den nächsten Tagen Götz George, Heino Ferch und Anna Maria Mühe in Augsburg erwartet.

    Nach ZDF-Angaben spielt der Thriller im Deutschland der frühen 1960er Jahre. Lotte Reinhardt (Anna Maria Mühe) ist Werftarbeiterin in der DDR und leidenschaftlicher Raumfahrtfan. Diese Neigung teilt sie mit ihrem Großvater, dem Raketeningenieur Dr. Arthur Noswitz (Götz George), der nach seiner Flucht aus der Sowjetunion in Augsburg sesshaft geworden ist.

    Im Augsburger Salon der Jetzt-Zeit sind die Dreh-Vorbereitungen in vollem Gange. Als Friseur Peter Funk das Angebot bekam, seinen Salon für die Dreharbeiten zur Verfügung zu stellen, hat er nicht lange gezögert. „Ich hab gesagt, die können machen, was sie wollen. So eine Gelegenheit bekommt man schließlich nur einmal“, berichtet er stolz und blickt auf seine neue Tapete: eine königliche. Das haben die Dekorateure schließlich auch getan: Das bisherige Mobiliar kam ins Lager, die Wände wurden überstrichen und tapeziert – mit Tapeten vom Hoflieferanten der Queen.

    In der Mitte des Raumes stehen Friseurstühle und Trockenhauben, die retro anmuten, aber in Wahrheit Originale sind. Momentan wird Funks Salon mittels fachmännischer Handwerkskunst Authentizität verliehen. „Gerade sind die Dekorateure dabei, den Tapeten eine Patina zu verpassen. Sie sollen ja nicht aussehen wie frisch aufgeklebt“, verrät er. Ihm gefällt das Design. Zweifel an seiner Entscheidung, den Salon zur Filmkulisse zu machen, kommen ihm nicht.

    Im ZDF-Film zweifelt Lotte hingegen am politischen System der DDR und gerät mir ihrem Großvater ins Visier der Stasi. Als ihr der Mord an ihrem Freund angehängt wird, flieht sie in den Westen, wo sie sich in den Wissenschaftler Oskar (Maxim Mehmet) verliebt. Das kurze Glück findet ein schnelles Ende, als Stasi-Offizier Moll (Heino Ferch) ihr ein perfides Angebot macht.

    Friseur Funks Angebot an die Film-Crew dürfte hingegen auf große Freude gestoßen sein: Er erspart ihnen die Mühe, den Laden wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen und behält das neue Design kurzerhand bei: „Ich finde das einfach super. Vielleicht kann ich auch ein paar der Requisiten behalten.“ Der begeisterte Saxofonspieler möchte sogar einen Teil der Räumlichkeiten zur 60er-Jahre-Disco umfunktionieren. Vorerst hegt er allerdings noch einen Traum: einmal Götz George die Haare schneiden.

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