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Augsburg: Azubi liefert Polizei Hinweise auf Geldfälscher

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Azubi liefert Polizei Hinweise auf Geldfälscher

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    Falscher 50 Euro-Schein (oben) im Vergleich mit einem echten Schein.
    Falscher 50 Euro-Schein (oben) im Vergleich mit einem echten Schein. Foto: sr/sb

    Von einem Azubi in einem Augsburger Aldi-Markt hatte die Polizei im Juni 2010 den Hinweis auf die Geldfälscher bekommen. Fünf Tage später nahmen Kriminalbeamte in einem Motel an der Rastanlage   Leipheim (Landkreis Günzburg) die ersten beiden Tatverdächtigen, junge Litauer, fest. In einem Hohlraum in der Decke ihres Hotelzimmers entdeckten die Fahnder 452 gefälschte 50-Euro-Scheine.

    Alle fünf Mitglieder der Bande, die jetzt vor einer Jugendkammer des Landgerichts auf der Anklagebank saßen, zeigten sich geständig. Die Täter, die außer in Augsburg in Memmingen, Ingolstadt und noch in anderen Städten im Bundesgebiet mit Falschgeld bezahlt hatten, wurden zu Haftstrafen zwischen einem und sechs Jahren verurteilt. Sie werden, sobald sie die Hälfte ihrer Strafe abgesessen haben, vermutlich in ihre Heimat abgeschoben werden.

    Für sechs Jahre muss ein 25 Jahre alter Mann ins Gefängnis. Sein Verteidiger Werner Ruisinger hat bereits Revision wegen der „zu hohen“ Haftstrafe angekündigt. Anhand von DNA-Spuren und Videoaufzeichnungen in den Geschäften war seinem Mandanten nachzuweisen, dass er 37 Mal mit gefälschten Banknoten eingekauft hatte.

    Dabei war die Bande, um an echtes Wechselgeld zu gelangen, in den Monaten April bis Juni 2010 sehr vorsichtig zu Werke gegangen. Nie kaufte man für große Summen ein. Allerdings machten drei Mitglieder der Bande sich verdächtig, als sie im Juni, wenige Tage vor ihrer Festnahme, bei Hof zufällig in eine Polizeikontrolle gerieten. Bei sich hatten sie, was den kontrollierenden Beamten auffiel, eine fünfseitige Liste mit etwa 100 Adressen von Supermärkten in Süddeutschland.

    „Blüten“ aus dem Raum Neapel

    Keiner der Angeklagten wollten aus Furcht vor Repressalien Hintermänner preisgeben. Dem  Landeskriminalamt sind die Falsifikate, die „alle wesentlichen Sicherheitsmerkmale“ täuschend echt aufweisen, schon seit Jahren bekannt. Vermutet wird, dass sie im Raum Neapel hergestellt werden. Über Mittelsmänner gelangen sie dann europaweit in dunkle Kanäle.

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