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Augsburg
08.08.2011

Der Stadtrat und das Pulvergässchen

Ein kleines Gässchen sorgt derzeit für Diskussionen in der Politik.
Foto: Foto: wys

Die Barmherzigen Schwestern wünschen sich, dass der Weg nach ihrem Schutzpatron benannt wird. Das löste eine Debatte aus.

Was haben der Jude Tipsiles und der heilige Vinzenz von Paul gemeinsam? Beide werden mit einer kleinen Straße in Verbindung gebracht, die die Augsburger zwischen 1984 und 2009 vor allem als Adresse der Kfz-Zulassungsstelle kannten – das Pulvergässchen.

Weil jenes Pulvergässchen einen neuen Namen bekommen soll, kam es jüngst im Stadtrat zur Sprache. Die Räte winken normalerweise neue Straßennamen ohne große Debatten durch. Ausgerechnet das Pulvergässchen sorgte für Diskussionen. Dieses soll nach dem Wunsch der Barmherzigen Schwestern künftig Vinzenz-von-Paul-Weg heißen – benannt nach dem Schutzpatron ihres Ordens. Die Barmherzigen Schwestern bauen derzeit das Alte Hauptkrankenhaus um und ergänzen es um ein neues Gesundheitszentrum. Mit dem Kauf des Areals erwarben sie von der Stadt auch das Pulvergässchen.

Die Stadtverwaltung sah im Namenswunsch der Schwestern kein Problem, da die historische Bedeutung des Gässchens eher gering sei. Sie berief sich auf das Stadtlexikon. Darin heißt es in einem Beitrag von Dr. Jürgen Kraus, dass der Name Pulvergässchen an eine Pulvermühle erinnert, die sich 36 Jahre – von 1398 bis 1434 – an diesem Ort befunden hat. Stadtrat Rainer Schönberg indes legte sich für den Erhalt des Namens Pulvergässchen ins Zeug. Er verwies auf einen Artikel auf der Internetseite des Jüdisch Historischen Vereins Augsburg (JHVA). Demnach soll der Jude Tipsiles im 14. Jahrhundert in Augsburg das Schießpulver erfunden und damit die Belagerer in die Flucht getrieben haben.

Die Stadt, so der Artikel des JHVA, habe Tipsiles daraufhin zur Belohnung ein Grundstück in der Jakobervorstadt geschenkt, woran die heute noch erhaltene Straßenbezeichnung Pulvergässchen erinnere. Diese Geschichte, so Schönberg auf Anfrage, sei eine „charmante Reminiszenz an die Vergangenheit, die man nicht leichtfertig unter den Tisch fallen lassen sollte.“ Und weiter: „Wir Augsburger haben so viel erfunden, warum nicht auch das Schießpulver?“

Die Räte sahen sich nach Schönbergs Vortrag veranlasst, die Umbenennung zu vertagen. Das Stadtarchiv soll prüfen, ob an der Tipsiles-Geschichte etwas dran ist. Übrigens: das Areal zwischen Vincentinum und Gesundheitszentrum an der Franziskanergasse wird künftig Vinzenz-von-Paul-Platz heißen. Hier gab es keine Diskussion. Wilfried Matzke, Leiter des Stadtvermessungsamtes und damit für Straßenbenennungen zuständig, hofft, dass auch noch der Vinzenz-von-Paul-Weg beschlossen wird. Schließlich seien die Barmherzigen Schwestern jetzt Eigentümer der Straße. Da sollte man ihnen ein Mitspracherecht einräumen, meint er.

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