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Augsburg: Digitalisierung: Die Augsburger Schulen brauchen mehr Unterstützung

Augsburg

Digitalisierung: Die Augsburger Schulen brauchen mehr Unterstützung

Miriam Zissler
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    Bei der Digitalisierung hinken manche Schulen in Augsburg hinterher. Das hat die Corona-Krise gezeigt, als Homeschooling zum Thema wurde.
    Bei der Digitalisierung hinken manche Schulen in Augsburg hinterher. Das hat die Corona-Krise gezeigt, als Homeschooling zum Thema wurde. Foto: Klaus Rainer Krieger (Archiv)

    Nach den Pfingstferien sollen in Bayern nun Schüler aller Jahrgangsstufen wieder zur Schule gehen – nicht alle auf einmal, sondern im wochenweise gestaffelten Unterricht. Ab September sollen die Schulen nach den am Dienstag veröffentlichten Planungen wieder im Regelbetrieb starten. Wenn dann die durch das Sonderbudget des Bundes von der Stadt beschafften Leihgeräte zur Verfügung stehen, ist der Online-Unterricht also voraussichtlich schon wieder Geschichte …

    Das Schulwesen ist in Deutschland auf Kante genäht

    Natürlich ist das zusätzliche Geld des Bundes für Laptops und Notebooks so oder so ein Gewinn für die Augsburger Schullandschaft. Es ist aber gut, dass die Schulfamilien, Initiativen und Unternehmen hier so schnell reagiert und Schulen und Schüler mit Know-how und Laptops unterstützt haben. Nicht jede Familie kann sich ein Gerät auch leisten. Jeder Jugendliche, der in den vergangenen Monaten nicht am Unterricht teilnehmen konnte, weil ihm Zugang und Gerät fehlten, ist aber einer zu viel. Das Schulwesen in Deutschland ist auf Kante genäht – blühende Landschaften sehen sicherlich anders aus. Bund, Länder und Kommunen tun das, was getan werden muss – aber eben oft erst reichlich spät.

    In Augsburg wird erst saniert, wenn der Putz schon bröckelt

    Schulen werden in Augsburg saniert, wenn der Putz schon lange bröckelt und es ins undichte Dach regnet. Dieser Missstand gilt auch bei der Digitalisierung: Sie nimmt nur sehr langsam Fahrt auf. Anstatt immer zwei, drei Schritte hinterherzulaufen, sollten die Verantwortlichen bei der Stadt - dem Schulaufwandsträger - vorausschauender handeln und Schulen bei ihren Bemühungen tatkräftiger unterstützen. Es ist eine Investition in die Zukunft der gesamten Stadtgesellschaft.

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