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Augsburg: Für Taxifahrer wird der Job gefährlicher

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Für Taxifahrer wird der Job gefährlicher

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    Für Taxifahrer wird der Job gefährlicher.
    Für Taxifahrer wird der Job gefährlicher. Foto: dpa

    Die Fahrt hörte sich nicht weiter problematisch an: Als ein 29-jähriger Taxifahrer am Samstagabend gegen 21 Uhr zum Bahnhof nach Lagerlechfeld (Kreis Augsburg) gerufen wurde, stiegen dort zwei etwa 25 Jahre alte Männer ein, die auf eine nahe Waldparty fahren wollten. Doch die Fahrt endete wenige Kilometer entfernt auf einem Feldweg. Die Fahrgäste fesselten den Fahrer mit einem um den Hals geschlungenen Klebeband und beraubten ihn. Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.

    Der Überfall ist aber einer der brutalsten im Raum Augsburg in den vergangenen Jahren auf einen Taxifahrer. Dabei gilt Augsburg im Vergleich zu anderen Großstädten als relativ sicher. Die Zahl der Raubüberfälle auf Taxifahrer in Augsburg lassen sich pro Jahr an einer Hand abzählen. Genaue Zahlen gibt es aber nicht, weil Überfälle auf Taxifahrer von der Polizei nicht gesondert erfasst werden.

    Hände ans Lenkrad gefesselt

    Der am Samstag überfallene Fahrer kommt aus dem Augsburger Umland. Laut Ermittlungen hatten ihn die beiden Täter auf einen Feldweg nahe der Ortsverbindung zwischen Hurlach und Igling (Kreis Landsberg) dirigiert. Dort schlang der hinter dem Fahrer sitzende Fahrgast dem Fahrer ein Klebeband um den Hals und fesselte ihn so an die Kopfstütze. Zudem wurden die Hände ans Lenkrad gefesselt. Die Täter forderten in osteuropäischem Akzent Bargeld und nahmen dann 500 Euro aus der Geldbörse. Sie flüchteten zu Fuß.

    Eine Fahndung, auch mit Hubschrauber, blieb ohne Erfolg. Möglich wäre, dass die Täter von einem Helfer abgeholt wurden. Zur B17 und der A 96 ist es vom Tatort nicht allzu weit. Beide Täter hatten dunkle, kurz rasierte Haare. Der Mann auf dem Beifahrersitz hatte eine schwarze Adidas-Jacke mit weißen Streifen, weiße Schuhe und Adidas-Handschuhe an. Die Kripo Fürstenfeldbruck bittet um Hinweise unter Telefon 08141/6120.

    Zwar sei ein Überfall jedes Mal schockierend, doch habe es solche Straftaten schon immer gegeben, sagt Ferdi Akcaglar, Vorsitzender der Augsburger Taxigenossenschaft, in der 209 Fahrzeuge und etwa 1400 Fahrer organisiert sind. Sorgen macht den Taxlern vor allem die steigende Gewaltbereitschaft von betrunkenen Fahrgästen, vor allem nachts am Wochenende.

    „Es gibt eine gewisse Steigerung. Fahrgäste werden aggressiver, teils gibt es Handgreiflichkeiten und handfeste Streitereien wegen Banalitäten“, berichtet Akcaglar. Zuletzt krachte es vor einigen Wochen heftiger, als in einer Nacht auf Samstag drei junge Fahrgäste im Taxi eine Pizza aßen, obwohl der Taxifahrer darum bat, dies zu unterlassen. Als der Taxifahrer die Passagiere aufforderte, auszusteigen, gab es Faustschläge und Pfefferspray ins Gesicht. Die Augsburger Taxis sind inzwischen mit Notalarmen ausgestattet, die eine Ortung per Satellit erlauben. So weiß die Taxizentrale immer, wenn es irgendwo Ärger gibt. Auch im Hurlacher Fall rief der Fahrer so Hilfe.

    Nicht immer eskaliert es aber so weit. Wenn Taxifahrer nachts bei der Polizei auftauchen – mitunter mit den Fahrgästen an Bord –, dann geht es meist nur um Geldstreitigkeiten mit Passagieren, weil diese nicht zahlen können oder wollen.

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