Man konnte schon mal durcheinander kommen im Laufe der Corona-Pandemie. So viele Regeln, so viele Änderungen. Wer, zum Beispiel, im Januar einige Spielplätze im Augsburger Stadtteil Oberhausen ansteuerte, konnte dort etwas ratlose Eltern sehen, die vor Anlagen standen, die laut Beschilderung aufgrund der Infektionslage "vorübergehend geschlossen" waren. In dem Fall allerdings hatten sich offenbar Mitarbeiter der Stadt selbst geirrt; Spielplätze waren zu der Zeit eigentlich geöffnet, auch wenn dort Maskenpflicht und Abstandsgebot galt. Die fälschlich angebrachten Plakate wurden schnell entfernt, ohnehin dürfte sich die Zahl der Corona-Bußgelder, die wegen Verstößen auf Spielplätzen verhängt wurden, "allenfalls im sehr niedrigen Bereich bewegen", wie Ordnungsreferent Frank Pintsch (CSU) mitteilt. Insgesamt betrachtet allerdings ist die Zahl der Corona-Verstöße in der Stadt hoch. Die Einnahmen für die öffentliche Hand gehen in die Millionen, im Schnitt ist bereits gegen jeden 30. Augsburger ein Verfahren wegen derartiger Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden.
Augsburg