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Augsburger "Sauna-Club": Bordell-Chefin will Schutz vor einem Freier

Augsburger "Sauna-Club"

Bordell-Chefin will Schutz vor einem Freier

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    Bordell-Chefin will Schutz vor einem Freier
    Bordell-Chefin will Schutz vor einem Freier

    Wegen des Verdachts auf Menschenhandel ermittelt die Polizei seitMonaten im Umfeld des Sauna-Clubs "Colosseum" in Augsburg, unter anderemgegen die Geschäftsführerin. Doch sie beschäftigt auch als Klägerin dieJustiz.

    Vor kurzem gab es in dem Sauna-Club eine Durchsuchung wegen Schwarzarbeit. Die Anwälte des Etablissements weisen die Vorwürfe zurück und haben sich beim Justizministerium beschwert.

    Ermittelt wird auch gegen die Geschäftsführerin des Großbordells. Die 48-Jährige sucht in anderer Hinsicht momentan aber auch von sich aus den Kontakt zur Justiz. Sie fühlt sich von einem früheren Kunden ihres Hauses verfolgt und möchte nach dem Gewaltschutzgesetz ein Kontaktverbot mit 50-Meter-Bannmeile und Ordnungsgeld bei Verstoß erwirken. Grund: Der Freier soll eine der Prostituierten verfolgt und die Geschäftsführerin mit dem Tod bedroht haben. Ihr Anwalt Nicol Andreas Lödler spricht von "typischem Stalking".

    Der Freier war längere Zeit Kunde in dem Etablissement nahe des Gaskessels. Eine der Damen hatte es ihm offenbar angetan. Angeblich soll der Mann die Frau zu einer Pension im Umland, wo zeitweise mehrere der Prostituierten wohnten, mit dem Auto verfolgt haben. Als der Türsteher des Bordells den Mann unter Verweis auf ein Hausverbot abwies, soll er die Geschäftsführerin mit dem Tod bedroht haben.

    Vor dem Landgericht (Vorsitz Maximilian Hofmeister) bestritt der Mann, jemals Todesdrohungen ausgesprochen zu haben. Vielmehr sei der betreffenden Prostituierten von der Geschäftsführung nahegelegt worden, den Kontakt mit ihm abzubrechen. In dem Prozess vermutet er eine "Retourkutsche", weil er eine Beziehung zu einer der Prostituierten aufgebaut habe.

    Das Amtsgericht hatte das Anliegen der Geschäftsführerin in erster Instanz abgewiesen. Sie klagte daraufhin vor dem Landgericht. Die Kammer will ihre Entscheidung diese Woche bekanntgeben. (skro)

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