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Augsburg: Aus Rücksicht auf Senioren: Klimaschützer besetzen anderen Baum

Augsburg

Aus Rücksicht auf Senioren: Klimaschützer besetzen anderen Baum

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    Seit 100 Tagen campen Klimaschützer bereits neben dem Augsburger Rathaus.
    Seit 100 Tagen campen Klimaschützer bereits neben dem Augsburger Rathaus. Foto: Jörg Heinzle

    Aus Rücksicht auf die Bewohner eines nahe gelegenen Seniorenheims verzichten die Aktivisten des Augsburger Klimacamps auf die Besetzung eines Baumes am Kaufbach in Augsburg. Die Aktion fällt aber nicht ganz ins Wasser, sie haben einen anderen Baum ausgewählt, in dem sie symbolisch 24 Stunden lang ausharren wollen. Die Besetzung soll am Samstagabend um 21 Uhr beginnen.

    Die Klimacamper wollen sich nun auf einer Linde in der Fuggerstraße postieren, weil die Bäume dort im Zuge des geplanten Umbaus der Straße zu einem "Fugger-Boulevard" gefällt werden sollen. Ursprünglich hatten sich die Aktivisten die Trauerweide am Kaufbach ausgesucht, weil diese ebenfalls von der Fällung bedroht ist.

    Sie wollten damit einer 77-jährigen Anwohnerin, die für den Erhalt des Baumes kämpft, ihre Solidarität zeigen. Ingo Blechschmidt, einer der Initiatoren das Camps, sagt, die Rentnerin freue sich zwar sehr über das Engagement. Sie habe aber gebeten, einen anderen Ort zu wählen, da eine Nachtaktion von jungen Leuten bei den Bewohnern des Altenheims zu Verunsicherung führen könnte.

    Das Klimacamp in Augsburg besteht seit über 100 Tagen

    Am Samstag begehen die Klimacamper in Augsburg auch ihr "100-Tage-Jubiläum", am Donnerstag waren es genau 100 Tage, die das Zeltlager nun schon neben dem Rathaus steht. Um 14.30 Uhr gibt es in dem Camp eine Diskussionsrunde mit Lokalpolitikern, unter anderem von CSU, SPD und Grünen. Um 17.30 Uhr liest der Augsburger Dieter Rieken aus seinem "Climate-Ficition"-Roman "Land unter". (AZ)

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