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Bahnhof an der SGL-Arena?: Nächster Halt: SGL-Arena

Bahnhof an der SGL-Arena?

Nächster Halt: SGL-Arena

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    Die SGL-Arena. Viele wünschen sich dort einen Bahnhof.
    Die SGL-Arena. Viele wünschen sich dort einen Bahnhof. Foto: Wagner

    Es herrschte Einigkeit – fraktionsübergreifend und zwischen Stadt und Landkreis Augsburg – beim Stadiongipfel, zu dem die Freien Wähler geladen hatten: Ein Bahnhof an der SGL-Arena, etwa Höhe der Friedrich-Ebert-Straße, wäre gerade zu den Heimspielzeiten des FCA schon heute eine Entlastung. Für die Zukunft könnte ein Bahnhalt dort eine noch wichtigere Rolle spielen, nämlich wenn es um die Nahverkehrserschließung des gesamten Südteils von Augsburg geht.

    Auch für die Fans gegnerischer Mannschaften

    „Vor allem FCA-Zuschauer aus dem südlichen Landkreis und dem Allgäu meiden bei Stadionbesuchen die öffentlichen Verkehrsmittel, weil sie erst mit dem Zug am Stadion vorbei in die Stadt fahren, um dann mit der Arena-Linie wieder nach Süden zurückzufahren“, stellte der stellvertretende Landrat Johann Häusler fest. Auch die Fans gegnerischer Mannschaften, die gar nicht ins Zentrum wollen, könnten so direkt zum Stadion kommen, was eine Entlastung für die Polizei im Innenstadtbereich bedeute.

    Ein Bahnhalt würde allerdings rund 10,7 Millionen Euro kosten, da der Bau weiterer Gleise und einer Unterführung notwendig wäre. „Als die Infrastruktur für das Stadion geplant wurde, hat das Gutachten für eine Erschließung mit der Straßenbahn und gegen einen Bahnhalt gesprochen“, gab Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber (CSU) zu bedenken. Eine Finanzierung durch den Freistaat Bayern sei ohne schlagkräftige neue Argumente nicht machbar.

    Der FCA soll mit ins Boot

    Das ist die SGL-Arena

    Die SGL-Arena ist die Heimspielstätte des FC Augsburg. Das Naturrasen-Stadion öffnete am 26. Juli 2009 seine Tore.

    Das Eröffnungsspiel erfolgte gegen die Schwaben-Auswahl. Der Gastgeber siegte mit 2:0. Seit der FC Augsburg in der 1. Bundesliga spielt, wurden in der SGL-Arena schon einige große Spiele ausgetragen.

    Bereits 2007 wurde mit dem Bau begonnen. Bis zur Spielsaison 2011/12 hieß das Stadion noch "Impuls-Arena". Mittlerweile ist aber die SGL Group Exklusivpartner des FC Augsburg und besitzt die Namensrechte für das Stadion.

    Vor der Eröffnung der SGL-Arena spielte der FC Augsburg im Rosenaustadion, einem Mehrzweckstadion an der Wertach. Mit der SGL-Arena hat der FC Augsburg nun zum ersten Mal ein eigenes Stadion, das ausschließlich für den Fußball genutzt wird.

    Das neue Stadion ist wegen seiner unmittelbaren Nähe zur B17 im Süden Augsburgs sehr gut zu erreichen und außerdem an das Straßenbahn-Netz angeschlossen. Das Grundstück wurde von der Stadt Augsburg zur Verfügung gestellt.

    Die Baukosten wurden auf mehrere Schultern verteilt. Neben der Stadt Augsburg und dem Freistaat Bayern stemmte der FC Augsburg den Großteil der Kosten selber.

    Ursprünglich sollte die Fassade mit einer Photovoltaik-Anlage versehen werden. Aus Kostengründen wurde letztendlich davon abgesehen. Trotzdem ist die SGL Arena international das erste klimaneutrale Stadion. Für das Ergebnis wurde dem FC Augsburg zusammen mit den Lechwerken und den Stadtwerken der 12. KUMAS Umweltpreis verliehen.

    Die Standort-Initiative "Deutschland - Land der Ideen", die anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ins Leben gerufen wurde, soll das Image Deutschlands im Ausland verbessern. Die SGL-Arena wurde 2011 als einer der "365 Orte im Land der Ideen" ausgewiesen.

    Am 29. Oktober 2009 spielte die Frauen Nationalmannschaft in der SGL-Arena gegen das Team aus den USA. An diesem Tag war die SGL-Arena zum ersten Mal ausverkauft. Selten sind Frauenfußballspiele in Deutschland so gut besucht.

    Sieben Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 wurden in der SGL-Arena ausgetragen. Während des Turniers hieß das Stadion "FIFA Frauen-WM-Stadion Augsburg".

    Landrat Martin Sailer (CSU) plädierte dafür, den FCA mit ins Boot zu holen: „Sollte man dort mittel- oder langfristig über eine Stadionerweiterung nachdenken, wäre eine Überlastung zu den Spielzeiten in jedem Fall vorprogrammiert.“ Dies müsse man in Verbindung mit weiteren Argumenten, wie der Bahnanbindung des neuen Werks von Premium Aerotec oder des Innovationsparks betrachten. Auch im Gesamtkonzept des S-Bahn-artigen Regio-Schienen-Takts wäre ein Bahnhof eine sinnvolle Sache, zumal die Züge ohnehin direkt am Stadion vorbeifahren.

    Beim nächsten Treffen soll ein argumentativ starkes Papier vorgelegt werden, welches in Verbindung mit einer gemeinsamen Resolution bei der Staatsregierung eingereicht wird. „Wenn wir mit starken Argumenten und Selbstbewusstsein auftreten, haben wir gute Chancen“, sagte Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl (Freie Wähler).

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