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Augsburg

29.09.2020

Die Herbstdult findet unter besonderen Bedingungen statt

So kennt man die Dult in Augsburg. Dieses Jahr ist die Besucherzahl begrenzt.
Bild: Annette Zoepf (Archivbild)

Plus Die Herbstdult ist der älteste Jahrmarkt in Augsburg. Wegen der Corona-Pandemie gibt es 2020 Änderungen beim Freiluftkaufhaus. Worauf sich Besucher einstellen müssen.

Die Dult in Augsburg hat viele Freunde. Zweimal im Jahr findet sie statt. Die traditionsreiche Dult ist der ältestes Jahrmarkt im Stadtgebiet. Im Frühjahr musste sie wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Michaelidult im Herbst findet dagegen statt. Wegen Corona gelten aber Einschränkungen. Sie betreffen die Dauer der Veranstaltung und die Zahl der zugelassenen Händler. An der Wegstrecke wird nichts geändert. Die Dult bleibt das längste Freiluftkaufhaus mit rund 1000 Metern Länge. Was ist genau geplant? Hier ein Überblick.

Die Herbstdult 2020 in Augsburg startet am 5. Oktober

Dass die Dult bald startet, ist im Stadtbild bereits wahrnehmbar: Werbefahnen hängen schon. Mit dem Aufbau der Stände wird in dieser Woche begonnen. Start der Dult ist dann am Montag, 5. Oktober. Der Jahrmarkt dauert dieses Mal bis Samstag, 10. Oktober. Es sind lediglich sechs Tage. Der Feiertag am 3. Oktober und die beiden starken Sonntage, an denen die Dult immer die meisten Besucher zählt, sind gestrichen.

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Die Dult im Herbst: Beliebt seit über 1000 Jahren
Bild: Bernd Hohlen

Menschenmassen, die sich zwischen Jakober- und Vogeltor bewegen, ließen sich mit den Corona-Auflagen nicht vereinbaren, heißt es zur Begründung bei der Stadt Augsburg. Auf die Zahl der Besucher wird ohnehin genau geschaut. Maximal 590 Personen sollen gleichzeitig über die Dult schlendern. Eine Maskenpflicht besteht nicht. Augsburgs Wirtschaftsreferent Wolfgang Hübschle (parteilos) sagt: "Freiluftveranstaltungen mit einem guten Hygeniekonzept führen zu keinen erhöhten Infektionszahlen." Der Besuch der Dult sei trotz einiger Beschränkungen lohnenswert.

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93 Händler sind bei der Dult in Augsburg dabei

Einschnitte gibt es bei der Zahl der Händler. Statt 140 Beschickern wie bei den vorangegangen Veranstaltungen sind es jetzt 93 Händler. Die Stände stehen in einem größeren Abstand. Ein weiterer Punkt: An Getränke- und Imbissständen gibt es keine Stehtische, die Sitzgelegenheiten sind ebenfalls gestrichen. Verkauft wird auf die Hand. Die Händler sind froh, dass die Veranstaltung über die Bühne gehen kann. Die Dult sei für sie stets eine wichtige Einnahmequelle, sagt Manuela Müller-Manz, die Vorsitzende des Verbands der Marktkaufleute. "Für viele unserer Kollegen ist es überhaupt die erste Marktveranstaltung in diesem Jahr." Weil viele Veranstaltungen dieser Art wegen Corona ausgefallen seien, sei es ein sehr schweres Jahr.

"Wir hoffen jetzt, dass das Wetter an den sechs Verkaufstagen mitspielt", sagt Manuela Müller-Manz. Die Stadt Augsburg kam den notleidenden Händlern bereits entgegen. Am Martin-Luther-Platz stehen momentan einige Verkaufsstände. Dafür gibt es wegen Corona eine Ausnahmegenehmigung.

Eine Verlängerung der Dult steht wohl nicht an

Gute Erfahrungen hat die Stadt Augsburg zuletzt mit einer anderen Freiluftveranstaltung gemacht. Der abgespeckte Plärrer wurde bereits zweimal verlängert. Er endet nun am Sonntag, 4. Oktober. Dass bei einer entsprechenden Nachfrage auch die Dult verlängert werden könnte, ist allerdings sehr unwahrscheinlich. "Die Frage stellt sich vorerst nicht", sagt Wirtschaftsreferent Hübschle. Zumal zu sehen sei, dass die Anwohner im Bereich der Dult in den nächsten Tagen ebenfalls mit Einschränkungen leben müssten.

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