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Drei Top-Läden verlassen die Annastraße

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Drei Top-Läden verlassen die Annastraße

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    Tommy Hilfiger macht Schluss: In dem Geschäft in der Annastraße wurden gestern schon die Schilder abmontiert. Foto: Silvio Wyszengrad
    Tommy Hilfiger macht Schluss: In dem Geschäft in der Annastraße wurden gestern schon die Schilder abmontiert. Foto: Silvio Wyszengrad Foto: Silvio Wyszengrad

    Nach zehn Jahren wird der Vertrag nicht verlängert

    Während für dieses Geschäft ein Nachfolger fest steht - die Firma Mango übernimmt -, wird die Schließung von Eterna aus der Passauer Zentrale gar nicht erst kommentiert. "Wir äußern uns im Vorfeld weder zu Schließungen noch zu Eröffnungen", sagte ein Sprecher auf AZ-Anfrage. S. Oliver lässt seinen Mietvertrag zum 30. September auslaufen - nach zehn Jahren. "Wir wollen uns stärker auf unseren Standort in der City-Galerie konzentrieren", sagt eine Sprecherin.

    Für den Handelsverband Bayern ist die Entwicklung in der Annastraße dramatisch: "Es ist schon brutal, wenn diese guten Geschäfte wegbrechen", sagt Geschäftsführer Wolfgang Puff. Bei der Ursachenforschung verweist der Handel zuerst auf die Erreichbarkeit. "Wenn ein potenzieller Kunde aus dem Umland nicht weiß, wie er in die Stadt kommt, fährt er gar nicht erst los", glaubt Citymanager Heinz Stinglwagner. Als weitere Hemmnisse werden hohen Mieten in 1a-Lagen und Parkplatz-Preise genannt.

    "Augsburg hat für ein Oberzentrum eine viel zu schlechte Frequenz. Schön langsam müsste diese Entwicklung auch die Politiker alarmieren", sagt Puff. Das Einzelhandelsgutachten, das derzeit erstellt wird, bescheinigt Augsburg in einem Zwischenergebnis einen Kundenverlust von zehn Prozent in den vergangenen zehn Jahren (siehe Daten und Fakten). Diese Zahlen, so der Handelsverband, seien "schlimmer als gedacht".

    Sorgen machen sich Experten, was in der Innenstadt nachkommen kann. "Als die inhabergeführten Läden dichtmachten, kamen die Filialisten. Doch wenn sich selbst die hier nicht mehr halten können, was soll da noch nachkommen", fragt sich Rübsamen-Geschäftsführer Marcus Vorwohlt.

    Bestes Beispiel sind die Räume von Woolworth, ebenfalls in der Annastraße. Interesse hatte das Modeunternehmen Zara angemeldet, doch offenbar wurde man sich nicht über die Miete einig. Nun ist dort - übergangsweise - ein Auktionshaus eingezogen. Zara könnte, so vermuten Insider, eventuell in die City-Galerie wandern, wenn dort in einiger Zeit Ludwig Beck seine Augsburg-Filiale schließt. Für die Innenstadt wäre es damit "verloren".

    In der City-Galerie scheint es besser zu laufen

    Fakt ist: Läden, die sich aus der Innenstadt zurückziehen, funktionieren in der City-Galerie tadellos. "Am Sortiment und daran, dass in Augsburg nicht danach gefragt würde, kann es also nicht liegen, wenn sie die Stadtmitte verlassen", sagt Vorwohlt. Als Beispiel nennt er S. Oliver. Und auch Olymp, das im ECE mit einem ähnlichen Angebot vertreten sei wie Eterna in der Annastraße, könne sich in der City-Galerie gut halten. "Kommentar

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