Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg
Icon Pfeil nach unten

Fassungslos: Gunter Sachs Selbstmord überrascht Augsburger Bekannte

Fassungslos

Gunter Sachs Selbstmord überrascht Augsburger Bekannte

  • |
  • |
  • |
    Für die Datschiburger Kickers schnürte Gunter Sachs (links), hier mit Joachim Fuchsberger (rechts) in jüngeren Jahren die Fußballschuhe.  Foto: Fred Schöllhorn
    Für die Datschiburger Kickers schnürte Gunter Sachs (links), hier mit Joachim Fuchsberger (rechts) in jüngeren Jahren die Fußballschuhe. Foto: Fred Schöllhorn Foto: Fred Schöllhorn

    Johannis Hartung kann es einfach nicht fassen. Gunter Sachs hat sich am Wochenende mit 78 Jahren in seinem Chalet in Gstaad erschossen. In einem Abschiedsbrief nannte der Multimillionär als Grund eine „ausweglose Krankheit“.

    „Ich bin entsetzt“, so die Reaktion des Malers auf die Nachricht. Schließlich habe sich der reiche Industriellen-Erbe alles leisten können, jede nur erdenkliche medizinische Hilfe sowie sonstige Unterstützung. So habe ihm Sachs einmal am Telefon erzählt, dass er nur wegen eines Zahnarztbesuches nach Kalifornien geflogen sei. Kennengelernt haben sich der Sammler und der Augsburger Künstler 1993. Damals kaufte Sachs sechs Grafiken aus Hartungs Body-Serie, später noch zwei bearbeitete Goldpfähle. Entdeckt, so der 68-Jährige, habe Sachs seine Arbeiten in Zeitschriften und sich sofort in die erotischen Darstellungen von Beinen und Pos verliebt. Auch über 32 Blätter einer Dracula-Serie, die Hartung für ein Buch über den Fürsten der Finsternis illustrierte und dem Kunstmäzen zuschicken ließ, freute sich Sachs. „Er hat sich bei mir persönlich bedankt.“

    Während Johannis Hartung Sachs nur vom Telefon kannte, war Monika Schilling mit ihrem 2008 verstorbenen Ehemann Max gern gesehener Gast in der luxuriösen Villa in Palm Springs. Tochter Tanja Veit, die inzwischen in den USA lebt, war viele Jahre das Lieblingsmodel des Fotografen Sachs.

    Nachzulesen ist das in den Memoiren von Gunter Sachs. Monika Schilling fällt es schwer, über den plötzlichen Tod des „letzten Playboys“ Gunter Sachs zu sprechen „Ich bin erschüttert und todtraurig.“ Sie denke an die Familie, die jetzt viel Leid ertragen müsse.

    In Augsburg fand Sachs nicht nur sein Lieblingsmodel. Die Datschiburger Kickers konnten den Jetsetter überreden, bei Benefizspielen für sie das Tor zu hüten.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden