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Festivals: Augsburg: Zoff ums Biennale-Konzept

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Augsburg: Zoff ums Biennale-Konzept

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    Nach dem Willen von Kulturreferent Peter Grab soll sich bei den Augsburger Festivals einiges ändern. Das Friedensfest (oben die Friedenstafel) soll weiterhin in jedem Jahr stattfinden, der Jazzsommer, das Brecht-Fest und die Filmtage (unten von links) nur noch alle zwei Jahre.
    Nach dem Willen von Kulturreferent Peter Grab soll sich bei den Augsburger Festivals einiges ändern. Das Friedensfest (oben die Friedenstafel) soll weiterhin in jedem Jahr stattfinden, der Jazzsommer, das Brecht-Fest und die Filmtage (unten von links) nur noch alle zwei Jahre. Foto: Archivfoto: Wyszengrad

    Über das Biennale-Konzept von Kulturreferent Peter Grab wurde gestern im Kulturausschuss mal wieder heftig debattiert. Am Ende fiel es durch – ebenfalls mal wieder. Damit bleibt die Frage, ob die Augsburger Festivals künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden sollen, weiter offen. Antworten muss nun eine neu zu gründende Arbeitsgruppe finden, die aus Mitgliedern der Fraktionen, des Kulturamts und der Regio Augsburg bestehen wird.

    Grab hatten seinen Vorschlag im Juli eingebracht. Demnach sollen die Augsburger Festivals nur noch im zweijährigen Rhythmus und im Wechsel ausgetragen werden; Brecht gäbe es dann abwechselnd mit Mozart, lab 30 abwechselnd mit dem Jazzsommer und so weiter. Der städtische Etat könnte damit laut Grab bis 2021 um 2,4 Millionen Euro entlastet werden.

    Bei den Festival-Machern stieß die Idee freilich auf wenig Gegenliebe. Sponsoren und Besucher blieben weg, wenn es keine Kontinuität gebe. Auch ein Hearing im September brachte keine Einigung; so war das Biennale-Konzept gestern wieder Thema im Kulturausschuss.

    Die selbe Vorlage wie im Juli

    Was die Stadträte von SPD und Grünen wurmte, war die Tatsache, dass Grabs Vorschlag nicht modifiziert wurde – trotz des Hearings. Gestern lag im Ausschuss wieder die selbe Vorlage vor wie im Juli. „Die Festivalleiter fühlen sich zurecht verschaukelt, wenn ihre Bedenken nicht berücksichtigt werden“, sagte Karl-Heinz Schneider (SPD). Das Festhalten Grabs am Biennale-Konzept bezeichnete er als „eigenartige Obsession des Kulturreferenten“. Auch Verena von Mutius (Grüne) betonte, die Festival-Verantwortlichen würden bei der Debatte nicht ernst genommen.

    Als Grundlage für eine Diskussion, wohin die Stadt mit ihren Festivals möchte, sahen Andreas Jäckel (CSU) und Rolf Harzmann (Pro Augsburg) das Papier von Grab, auch wenn sie ihm in seiner vorgelegten Form nicht zustimmten. Bedenken haben die Fraktionen vor allem, weil auch „Dachmarken“ wie Mozart, Brecht und das Friedensthema von der Beschränkung betroffen wären. Diese Themen seien es aber, mit denen Augsburg überregional auf sich aufmerksam machen könne. Zudem könnten derartige Einschnitte nicht verordnet werden, ohne die möglichen Auswirkungen unter die Lupe zu nehmen. So gebe es unter anderem städtische Mitarbeiter, die für die Durchführung bzw. Mitarbeit an Festivals eingestellt wurden. Fraglich sei, was mit ihnen passiere, gäbe es die Events nur noch alle zwei Jahre.

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