Augsburg ist zum Anbeißen süß - zumindest seit es die erste "Stadtschokolade" gibt. Diese trägt den Namen "Süße Fracht". Dahinter steht das mehrdeutige Motto der Aktion "Von der Handelsstadt zur Fairhandelsstadt" der Stadtschokolade, die der Weltladen Augsburg und die Regio Augsburg Tourismus GmbH gemeinsam kreiert haben. Denn die Schokolade ist nicht nur lecker, sondern hat es in vielerlei Hinsicht in sich.
Die "Süße Fracht" ist eine fair gehandelte Bio-Schokolade. Das Cover wirft einen Blick in ein altes Handelskontor und knüpft damit an Augsburgs Wirtschaftsgeschichte an. Mit ihrer Aufmachung verbindet die Schokolade so die Zeit der großen Handelshäuser Fugger und Welser, als Augsburg Weltgeltung erlangte, mit dem Augsburg von heute, das als "Fairtrade-Stadt".
Den Titel "Fairhandels-Stadt" bekam Augsburg vergangenes Jahr verliehen, weil es Verantwortung für die weltweite Armutsbekämpfung übernimmt. So trinkt der Stadtrat nur fairen Kaffee und viele Pfarreien veranstalten faire Frühstücke. Die Zutaten stammen aus Produktionen, die einen würdigen Lebensstandard der Erzeuger sichern.
Produziert wird die Schokolade, die aus zwei kleinen Tafeln heller und dunkler Milchschokolade besteht, von der österreichischen Schokoladenmanufaktur Zotter. Der Kakao kommt von Kleinbauern aus Nicaragua und Peru. Der Faire Handel sichert diesen Familien dauerhaft die Existenz und eröffnet ihren Kindern Zukunftschancen.
Die Regio Augsburg wiederum macht mit der "Süßen Fracht" bereits jetzt auf das neue Fugger und Welser-Erlebnismuseum aufmerksam, das 2012 im Wieselhaus im Domviertel eröffnet wird. Auch dort spielt die Wirtschaftsgeschichte eine wichtige Rolle.
Hier gibt's die Schokolade:
Die Augsburg-Schokolade ist im Augsburger Weltladen (Weiße Gasse in der Altstadt) und bei der Bürgerinformation am Rathausplatz erhältlich und kostet 3 Euro.