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Kommentar: Baumschutz in Augsburg: Schon wieder fehlen Fakten

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Baumschutz in Augsburg: Schon wieder fehlen Fakten

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    Aus Sicht des Umweltreferats hat sich der für Bauherren gedachte Baum-Leitfaden bewährt. Kritische Bürger sind mit seiner Wirkung jedoch nicht zufrieden.
    Aus Sicht des Umweltreferats hat sich der für Bauherren gedachte Baum-Leitfaden bewährt. Kritische Bürger sind mit seiner Wirkung jedoch nicht zufrieden. Foto: Silvio Wyszengrad

    Wenn man über einen Streitfall seriös diskutieren will, sollten zuverlässige Zahlen auf dem Tisch liegen. Beim Streit darüber, wie es in Augsburg um den Baumschutz auf Baustellen bestellt ist, fehlen Fakten. Leider. Denn im Amt für Grünordnung gibt es keine Statistik, wie oft Baumfrevel gemeldet wird und wie sich die Fallzahlen entwickeln. Damit ist nicht klar, ob der politische Kurs von Umweltreferent Reiner Erben in Sachen Baumschutz durch einen neuen Baumleitfaden für Bauherren wirklich etwas bringt. Schade.

    Mutmaßungen genügen nicht

    Leider ist es auch nicht das erste Mal, dass der Umweltverwaltung beim Thema Stadtbäume Fakten fehlten. Wie viele Bäume es im öffentlichen Raum gibt, konnte lange nur geschätzt werden. Das dringend erforderliche elektronische Baumkataster mit zuverlässigen Informationen über Zahlen und Zustand des Grüns wurde zehn Jahre hinausgeschoben, immerhin ist es jetzt im Aufbau. Lange verschwieg die Stadtregierung auch, dass in Augsburg über Jahre hinweg mehr Bäume gefällt als neu gepflanzt wurden. Der Missstand kam erst durch hartnäckiges Nachfragen eines ÖDP-Stadtrates ans Licht. Danach wurde das nötige Geld für mehr Neupflanzungen bewilligt.

    Unumstritten ist eines: Bäume sind unverzichtbar für ein gutes, gesundes Stadtklima. Wie es ums Augsburger Grün bestellt ist, dazu braucht es Fakten. Persönliche Einschätzungen genügen nicht.

    Lesen Sie dazu auch den Bericht: Wirkt der neue städtische Baumschutz?

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