Die Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit gehört sicherlich zu den größten Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahlen der Statistik mögen darüber hinwegtäuschen, wie groß das Problem tatsächlich ist. Denn eigentlich sind auch jene Personen hinzuzuzählen, die nicht nur länger als ein Jahr ohne Job sind, sondern im regelmäßigen Turnus lediglich sehr kurz arbeiten, an Förderkursen teilnehmen und dann wieder als arbeitslos gezählt werden.
Die Perspektiven von Langzeitarbeitslosen sind immer dann gut, wenn auf dem Arbeitsmarkt auch Arbeitskräfte gebraucht werden. Dann ist die Bereitschaft der Unternehmen zumindest höher, auch Langzeitarbeitslosen womöglich eine Chance zu geben. Dass der Wirtschaftsmotor ins Stocken gerät, ist also insofern zunächst mal keine gute Kunde.
Billig-Konkurrenz zu regulären Jobs
Was also tun? Das Bemühen der Politik war und ist groß, Langzeitarbeitslose zu unterstützen. Nehmen die betroffenen Personen ein neues Arbeitsverhältnis auf, zahlt der Staat einen kräftigen Lohnkostenzuschuss. Die Finanzierung ist ein wichtiger Baustein im Konzept. Es geht auch darum, Menschen, die länger aus dem Berufsleben heraus waren, überhaupt wieder für eine dauerhafte Tätigkeit fit zu machen. Dass die sozialen Träger, die sich im Projekt engagieren, nun eine positive Rückmeldung geben, kann nicht überraschen. Was allerdings gerne mal übersehen wird: Die geförderten Arbeitsplätze sind auch als Billig-Konkurrenz zu regulären Jobs zu verstehen. Das ist der Haken.
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