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Kommentar: Mehr Migranten täten dem Augsburger Stadtrat gut

Kommentar

Mehr Migranten täten dem Augsburger Stadtrat gut

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    Der Augsburger Stadtrat im Sitzungssaal des Rathauses.
    Der Augsburger Stadtrat im Sitzungssaal des Rathauses. Foto: Silvio Wyszengrad

    Im Augsburger Stadtrat sitzen derzeit rund 40 Prozent Frauen. Weniger stark vertreten sind Menschen mit Migrationshintergrund – gerade einmal 16 Prozent der Stadträte haben ausländische Wurzeln. Für eine Großstadt mit einem Migrationsanteil von 46 Prozent wirkt das wenig. Doch kann man daraus schließen, dass Migranten in Augsburg politisch nicht gut vertreten sind?

    Zuvorderst: Migrationshintergrund ist nicht gleich Migrationshintergrund. In Augsburg leben Türken, Russlanddeutsche, Rumänen, Kroaten, Inder – ja, Menschen aus vielen Nationen. Sie alle im Stadtrat zu repräsentieren, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Zu verschieden sind ihre gesellschaftlichen und auch politischen Vorstellungen. Die amtierenden Stadträte tun einiges, sie stehen teils auch im Austausch mit Migrationsexperten. Das ist gut so. Denn es kommt darauf an, zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in Augsburg einen Konsens zum Miteinander auszuhandeln. Auch migrantische Gruppen müssen dabei auf offene Ohren stoßen.

    Eine andere Frage ist, ob es dennoch einen angemessenen Anteil an Kandidaten mit Migrationshintergrund – und zwar nicht nur mit europäischem – auf aussichtsreichen Listenplätzen bräuchte. Vielleicht könnten diese Politiker die Augsburger mit ausländischen Wurzeln erreichen, die zwar hier leben, aber kein Interesse an Kommunalpolitik haben. Voraussetzung ist jedoch, dass diese Menschen sich auch politisch engagieren wollen – egal, ob aktiv als Politiker oder erst einmal indirekt als Wähler. Schließlich ist jeder Augsburger von Kommunalpolitik betroffen. Zwar ist die Wahlbeteiligung unter Menschen mit Migrationshintergrund niedrig – besonders hoch war sie aber zuletzt unter den anderen Bürgern auch nicht …

    Lesen Sie dazu auch den Artikel: Frauen, Alter, Migranten: So repräsentativ sind die Kandidatenlisten für den Stadtrat

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