Es war unter den gegebenen Umständen richtig, die Fachmesse Grindtec zu verschieben. In den zurückliegenden Tagen war zu spüren, wie groß die Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung war. Es gab bereits die Anfrage, ob man Unterschriften gegen die Grindtec sammeln könnte. Die Sorge vor chinesischen und italienischen Ausstellern und Besuchern, die womöglich mit dem Coronavirus infiziert sind, war nicht zu ignorieren. Gerade eine Weltleitmesse lebt nun mal davon, dass sich die Welt der Schleiftechnikbranche in Augsburg treffen kann.
Verschiebung der Messe Grindtec ist ein richtiger Schritt
Insofern ist die geplante Verschiebung auf November ein guter Schritt. Es soll bei dieser Ausnahme bleiben, die Großveranstaltung auf Ende des Jahres zu terminieren. Der Termin im Frühjahr hat sich eingeprägt. Eine Messe ist ohnehin nicht so ohne Weiteres zu verschieben, zumal mit den bekannten Rahmenbedingungen einer Grindtec. Sie ist so stark gewachsen, dass das komplette Messegelände benötigt wird.
Dass nun womöglich andere Veranstaltungen wegen der Grindtec im November ausfallen oder verschoben werden, ist nicht auszuschließen. Angebracht ist diese Lösung dennoch. Würde die Grindtec auf einen anderen Standort ausweichen, läuft Augsburg zumindest Gefahr, dass sich die Weltleitmesse aus der Region dauerhaft verabschieden könnte. Ein Aus der Grindtec hätte darüber hinaus fatale Folgen für die heimische Hotellerie. Es geht um Millionen, die den Hotels und Pensionen in diesem Jahr fehlen würden. Ein Kraftakt ist nötig, um die Grindtec zu halten.
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