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Kommentar: Sanierung des Augsburger Theaters: Das Vertrauen ist verspielt

Kommentar

Sanierung des Augsburger Theaters: Das Vertrauen ist verspielt

Nicole Prestle
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    Auf dem Areal zwischen Großem Haus und Volkhartstraße könnte einmal die zweite, kleine Spielstätte des Theaters stehen.
    Auf dem Areal zwischen Großem Haus und Volkhartstraße könnte einmal die zweite, kleine Spielstätte des Theaters stehen. Foto: Silvio Wyszengrad

    Augsburg steht vor einem Dilemma, das schwer aufzulösen ist: Die Theatersanierung – einst für 186 Millionen Euro angesetzt – wird nun bis zu 321 Millionen kosten. Dabei hätte die klamme Kommune schon die ursprüngliche Planung nur finanzieren können, weil der Freistaat hohe Zuschüsse zahlt und Kredite gerade günstig sind.

    Theater: OB Eva Weber muss sich nun die Kritik gefallen lassen

    Schwerer als dieses Problem wiegt aber, dass die Akzeptanz für das Millionenprojekt sinkt. Bürger sind genervt von Nachrichten über explodierende Baukosten, Stadträte fühlen sich schlecht informiert. Dabei wäre es machbar gewesen, schon vor dem Sanierungsbeschluss Kostenszenarien aufzuzeigen, um spätere Überraschungen zu vermeiden und eine Diskussionsbasis zu bieten. Die Stadtspitze hat das versäumt. OB Eva Weber, die dieses Vorgehen als Finanzreferentin mittrug, muss sich nun die Kritik gefallen lassen, nicht mit offenen Karten gespielt zu haben.

    Der Stadtrat wird im Juli also wieder diskutieren, wie viel sich Augsburg sein Theater kosten lassen will. Weber und ihre Referenten müssen bis zu diesem Datum möglichst konkrete Zahlen und etwaige Unwägbarkeiten benennen. Denn mit jeder weiteren Hiobsbotschaft sinkt das Vertrauen in die Verwaltung einerseits sowie andererseits das Bewusstsein dafür, dass die drittgrößte bayerische Stadt ihren Bürgern auch künftig ein funktionsfähiges Theater bieten können sollte.

    Lesen Sie dazu auch: So teuer ist die Sanierung des Staatstheaters

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