Startseite
Icon Pfeil nach unten
Augsburg
Icon Pfeil nach unten
Innenstadt
Icon Pfeil nach unten

Kommunalwahl in Augsburg: Mobbing mit Fake-Accounts? Freie Wähler stellen sich hinter Hummel

Kommunalwahl in Augsburg

Mobbing mit Fake-Accounts? Freie Wähler stellen sich hinter Hummel

  • |
  • |
  • |
    Dem OB-Kandidaten Peter Hummel droht juristischer Ärger: Der Politiker der Freien Wähler sieht sich Vorwürfen gegenüber. Es geht unter anderem um den Verdacht der Beleidigung.
    Dem OB-Kandidaten Peter Hummel droht juristischer Ärger: Der Politiker der Freien Wähler sieht sich Vorwürfen gegenüber. Es geht unter anderem um den Verdacht der Beleidigung. Foto: Silvio Wyszengrad

    Die Freien Wähler der Stadt Augsburg stärken ihrem OB-Kandidaten den Rücken: Nachdem unsere Redaktion über Vorwürfe gegen Peter Hummel berichtet hatte, stellte sich Stadtverbandsvorsitzende Angelika Lippert auf Anfrage hinter den Kandidaten. Bis zu einem etwaigen Urteil gelte die Unschuldsvermutung. Als Hintergrund des Ermittlungsverfahrens vermutet Lippert einen persönlichen Konflikt, der mit der Arbeit der Freien Wähler Augsburgs nichts zu tun habe. In den sozialen Netzwerken im Internet zeigen auch einige Mitglieder der Augsburger Gruppierung ihre Solidarität mit dem OB-Kandidaten.

    Wie berichtet, ermittelt die Polizei gegen Hummel unter anderem wegen des Verdachtes der Beleidigung. Es geht dabei auch um den Vorwurf, dass Hummel Personen unter falschem Namen im Internet diffamiert haben soll. Andrea Röder, eine Augsburgerin, die gegen den OB-Kandidaten Strafantrag gestellt hat, wurde auf Facebook etwa von einem mittlerweile wieder gelöschten Profil namens „Florian P.“ (*) als „Rechtsradikale“ und als „untervögelt“ verunglimpft.

    Kommunalwahl in Augsburg: Vorwürfe gegen OB-Kandidat Hummel

    Röder war 2014 für die Freien Wähler bei der Kommunalwahl angetreten und damals, wie sie sagt, in Konflikt mit Hummel geraten. Bereits vor Jahren hatte ihr Arbeitgeber daraufhin eine E-Mail von einer „Franziska S.“ erhalten, die der Firma mitteilte, dass Röder „seit Wochen auf dem Portal Facebook gegen Menschen auf der Flucht“ agiere. Franziska S. kündigte an: „Wir werden mit dem Unternehmen, in dem ich tätig bin, die Geschäftsverbindung beenden, sollte sich dieses Verhalten fortsetzen.“ Für welchen Betrieb die angebliche Verfasserin tätig sein wollte, schrieb sie nicht.

    Zwischen den Profilen„Florian P.“, „Franziska S.“ und Peter Hummel gibt es Verbindungen, die seltsam wirken. Der heutige OB-Kandidat der Freien Wähler hatte beispielsweise 2017 in einer E-Mail an führende Mitglieder der Partei über eine Frau gleichen Namens geschrieben, die „Journalistenkollegin Franzi S.“ sei seine „Recherche-Sparringspartnerin“, sie übernehme Recherchen für ihn, bei denen er nicht mit eigenem Namen auftreten könne. Doch auffindbar ist die angebliche freie Autorin nirgends, was ungewöhnlich ist.

    Seltsame Profile und E-Mail-Konten im Internet

    Peter Hummel sagte zuletzt gegenüber unserer Redaktion, er arbeite niemals mit Fake-Profilen, bei denen eine fremde Identität kopiert werde, sondern in seinem Beruf als Journalist allenfalls im Bereich der investigativen Recherche mit einem Pseudonym. Auf diese hatten Hummel zufolge in der Vergangenheit auch Mitarbeiter Zugriff. Kontaktdaten von „Florian P.“ und „Franziska S.“ konnte oder wollte er nicht nennen. Seine Mitarbeiterin von damals, Franziska S., „möchte sich nicht äußern“, sagte Hummel.

    Am Mittwoch äußerte sich dagegen der OB-Kandidat selbst auf der Facebook-Seite der Freien Wähler Augsburgs. Er spricht dort von drei Personen, die „mit Lügen und falschen Unterstellungen meine Person betreffend hausieren gehen“. Deren Ziel sei es laut Hummel, „mich, meine Familie und die Freien Wähler Augsburg zu beschädigen“. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass jene, die sich gegen rechtes Gedankengut, Intoleranz und Fremdenhass engagieren, ein dickes Fell brauchen. Zu den Ermittlungen gegen seine Person könne er keine Stellung nehmen, da diese nicht abgeschlossen seien und sein Anwalt noch keine Akteneinsicht erhalten habe. (* Name geändert)

    Lesen Sie auch: Anzeige erstattet: Wurde OB-Kandidat Hummel von Kickboxer Fiedler bedroht?

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden