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Konzept: Auf zu neuen Ufern

Konzept

Auf zu neuen Ufern

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    Angler und Fischer haben in Süddeutschland seit diesem Jahr einen neuen Anlaufpunkt: die Messe Augsburg. Erstmals seit 1997 findet die „Jagen und Fischen“ nicht mehr in München statt. Das ist nicht die einzige Premiere: Zum ersten Mal werden die Mitarbeiter der Messe eine Schau komplett selber auf die Beine stellen.
    Angler und Fischer haben in Süddeutschland seit diesem Jahr einen neuen Anlaufpunkt: die Messe Augsburg. Erstmals seit 1997 findet die „Jagen und Fischen“ nicht mehr in München statt. Das ist nicht die einzige Premiere: Zum ersten Mal werden die Mitarbeiter der Messe eine Schau komplett selber auf die Beine stellen. Foto: Pavol Kmeto/fotolia.com

    Als Gerhard Reiter im Januar 2010 seine Arbeit als neuer Messechef aufnahm, klafften im Veranstaltungskalender noch große Lücken. Heute, zwei Jahre später, sieht das ganz anders: Die Hallen sind bestens ausgelastet, denn Reiter holte immer neue Ausstellungen und Events nach Augsburg.

    Nun will der gut vernetzte Messefachmann den nächsten Schritt gehen. Seine 17-köpfige Mannschaft soll mit der „Gloria 2012“ und der „Golf Europe“ erstmals eigene Veranstaltungen auf die Beine stellen. Premiere auf dem neuen Terrain wird die „Jagen und Fischen“ am nächsten Wochenende zwischen 19. und 22. Januar. „Nur mit Gastveranstaltungen stößt man irgendwann an Grenzen“, erklärt Reiter die neuen Projekte, die sich vor allem finanziell auszahlen sollen. Bisher wurden die Hallen großflächig an die Veranstalter vermietet, die ihren Umsatz mit den Ausstellern machten. Für die Messe blieben lediglich Mieteinnahmen pro Tag und Quad-ratmeter zwischen 1,20 und 1,50 Euro.

    Bei Eigenmessen fällt der Veranstalter weg. Das Team um Reiter kümmert sich selbst um die Anwerbung von Ausstellern und vermietet ihnen direkt die Ausstellungsflächen. „Eigenveranstaltungen bringen eine fünf- bis siebenfach höhere Wertschöpfung“, sagt Reiter. Es lässt sich also mehr Geld einnehmen, gleichzeitig nimmt man wirtschaftliches Risiko in Kauf. Denn der Messechef muss viel mehr Zeit und Personal investieren. Neben der Akquise der Aussteller gehört auch die Werbung für die Veranstaltungen zum neuen Aufgabengebiet seiner Mannschaft.

    Reiter ist aber überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt. Seit seinem Amtsantritt sind die Einnahmen ohnehin stärker gewachsen, als erwartet. Zunächst stiegen die Umsätze aus den Veranstaltungen von zunächst 2,8 Millionen Euro in 2009 auf knapp 3,3 Millionen Euro in 2010. Für das vergangene Jahr rechnet man mit einer weiteren Steigerung um 20 Prozent. Mit den drei Eigenmessen will Reiter das Ergebnis heuer sogar nochmals um 30 Prozent verbessern.

    Trotz der lukrativen Aussichten will der Messechef nicht unnötig viele Eigenveranstaltungen mit seinem begrenzten Personalstamm schultern. „Wir wollen eine gute Mischung schaffen.“ Daher habe er sich für einen „sanften“ Einstieg mit nur drei eigenen Messen entschieden. „Das sind auch allesamt bestehende Themen, bei denen wir nicht bei null anfangen müssen.“

    Die traditionsreiche „Jagen und Fischen“ hat Reiter aus München nach Augsburg gelotst. Süddeutschlands größte Fachmesse für Jäger, Fischer und Naturliebhaber fand dort bisher alle zwei Jahre statt. Nun soll sie in Augsburg etabliert werden. Hilfe kommt von den regionalen Vereinen: der Fischereiverband Schwaben, der Schwäbische Fischereihof und die Jägervereinigung Augsburg unterstützen das Team der Messe bei der Veranstaltung.

    Greifvögel, Jagdhunde und Bachsafaris

    Über 185 Aussteller haben sich bereits angemeldet, Reiter erwartet bis zum Start nächste Woche knapp 200. Besucher werden in den Hallen 5 und 7 dreizehn von einer Wild- und Fischküche bis hin zu Mode- und Reiseständen verschiedene Anlaufpunkte finden. Zu den Höhepunkten der Messe zählt auch eine Greifvogelschau, die Wasserschule Bachsafari für Kinder und die tägliche Show von 30 Jagdhunderassen.

    Reiter ist sich sicher, dass bei der Premiere alles reibungslos funktionieren wird. Auch wenn seine Mitarbeiter zurzeit viel schuften müssen. „Ich freue mich, wenn es endlich losgeht.“

    Die „Jagen und Fischen“ findet von 19. bis 22. Januar statt und ist täglich geöffnet zwischen 9.30 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 8,50 Euro, die Familienkarte 22 Euro.

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