Newsticker
Bald vier Impfstoffe in Europa? Am 11. März wird über Johnson-Impfstoff entschieden
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Mit diesen Zügen fährt der Fuggerexpress ab 2022

Augsburg

31.01.2019

Mit diesen Zügen fährt der Fuggerexpress ab 2022

Der Siemens Desiro HC, ab 2022 rund um Augsburg unterwegs, hat mehr als 500 Sitzplätze.
2 Bilder
Der Siemens Desiro HC, ab 2022 rund um Augsburg unterwegs, hat mehr als 500 Sitzplätze.
Bild: Siemens

Der Bahnbetreiber "Go Ahead" kauft 56 Fahrzeuge bei Siemens. In den neuen Zügen des Fuggerexpress soll es mehr Sitzplätze geben.

Der Bahnbetreiber „Go Ahead“ hat bei Siemens jetzt 56 Triebzüge für den Nahverkehr rund um Augsburg ab dem Jahr 2022 bestellt. Dann wird das britische Unternehmen den Betrieb des Fuggerexpress-Netzes von der DB Regio übernehmen (wir berichteten). Wie Siemens am Donnerstag mitteilte, beläuft sich der Auftragswert auf rund 400 Millionen Euro. Bei den Zügen handelt es sich um 44 dreiteilige Triebzüge des Typs Mireo und um zwölf fünfteilige Doppelstockzüge des Typs Desiro HC.

Es soll zu Stoßzeiten mehr Sitzplätze geben

Siemens wird die Züge erstmalig so liefern, dass sie miteinander kuppelbar sind. Auf diese Weise könne der Bahnbetreiber flexibel auf die Fahrgastnachfrage reagieren, so der Hersteller. Mit dem Einsatz der Doppelstockwagen soll es besonders auf der Strecke nach München zu Stoßzeiten mehr Sitzplätze geben. Bei einigen Zügen müssen Fahrgäste, die in Mering zusteigen, aktuell stehen, auch wenn sich die Situation in den vergangenen Jahren verbessert hat.

Zu Stoßzeiten können künftig zwei Doppelstocktriebzüge gekoppelt werden, sodass mehr als 1070 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Man hoffe, mit den neuen Fahrzeugen zusätzliche Fahrgäste vom Verkehrsmittel Zug zu überzeugen, so Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go Ahead Deutschland. (skro)

Lesen Sie zum Thema auch: Die Deutsche Bahn verliert in Schwaben massiv Strecken

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

01.02.2019

Hat der Brexit Auswirkungen auf den Betreiber Go Ahead, auch wenn der Ableger eine deutsches Tochterunternehmen wird?

Permalink
01.02.2019

Die Überschrift hätte besser gelautet" Mit diesen Zügen steht der Fuggerexpress ab 2022". Ohne ein großer Fan des jetzigen Betreiber-EVU zu sein - ich will es einmal ganz deutlich sagen: GoAhead ist bislang in BY eine Art Briefkastenfirma, ohne Züge, ohne Betriebspersonal, ohne Instandhaltung, ohne Know-How, die gleichzeitig in BaWü und Nordbayern große Netze übernehmen will. Woher wollen die die Ressourcen nehmen, um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten? Aber dafür sind sie billig, liebe BEG!

Permalink
01.02.2019

Go ahead ist ein erfahrener Infrastrukturdienstleister. Nur halt eben noch nicht in Deutschland.

Wenn sie gut Brötchen backen oder Fliesen verlegen können, dann werden sie das ja auch in Chiba, Mexiko oder Madagaskar hinbekommen oder?

Der Punkt „ohne know how“ entfällt also.

Züge und Instandhaltung: wieso sollten die bereits jetzt bereit stehen, wenn es erst in drei Jahren los geht? Das wäre wirtschaftlicher selbstmord.

Permalink
01.02.2019

@Michael G.: ohne jetzt die Bäcker beleidigen zu wollen - das System Eisenbahn ist ein hochkomplexes und immer noch stark von nationalen Vorgaben bestimmtes. Oder anders gesagt - wer unter GB-Bedingungen fährt, fährt noch lange nicht in DE. Hier mussten viele Töchter ausländischer Unternehmen schon bitteres Lehrgeld zahlen, leider immer auf dem Rücken der Pendler und des (z. T. hastig geschulten) Personals. Zum Thema IH: ein Werk-Neubau braucht einschl. Planfeststellung viele Jahre Vorlauf und vor allem auch eine geeignete Fläche. Wo soll das denn hier in der Region hin? Leider haben die Angebotsabgeber hier zum Teil romantisch-fahrlässige Vorstellungen, z. B. "die Tf von Regio wechseln dann schon alle zu uns", "die Fahrzeuge sind ja neu und gehen deshalb nicht kaputt, der Hersteller garantiert das ja". Alles schon oft gesehen, alles mit bekannten Folgen, alles absehbar. Aber billig für den Staat. Deshalb fahre ich auch lieber Auto.

Permalink
01.02.2019

>> die gleichzeitig in BaWü und Nordbayern große Netze übernehmen will. <<

Ob das jetzt hsl. Nordbayern ist lassen wir mal so stehen; eine gewisse Strategie bei der Netzzusammenstellung kann man dieser britischen Firma nicht abstreiten. Könnte auch für die Personaldisposition von Vorteil sein.

https://www.go-ahead-bahn.de/wp-content/uploads/2018/12/GA_Netz_1812_b.jpg

Und machen wir uns nichts vor; relativ streikbereite Lokführer kann man einfach kaufen. Und 4 Jahre Vorlauf sind im Fall des Augsburger Netzes eine sehr lange Zeit.

Und in BaWü ist das schon etwas mehr als Briefkasten...

https://www.youtube.com/watch?v=AjDOa8K7XJA

So unpopulär es vielleicht klingt; es ist wäre eher gefährlich, wenn eine neue Firma zu klein einsteigt.

Permalink
02.02.2019

@Peter P.: ich will auch gar nicht bestreiten, dass die alles in ihrer Macht stehende tun werden, um erfolgreich zu sein oder dass - wenn alles irgendwann einmal läuft - das Netz Synergien bietet. Das Problem ist nur: bis es einmal läuft, das dauert erfahrungsgemäß ca. 2 Jahre ab Betriebsstart - komplexe Betriebskonzepte (Flügeln), belastete Linien, unerfahrenes Personal, Gewinn in der Anfangszeit mies, da in der Ausschreibung schöngerechnet usw. usf. . Da hilft auch der nette zweiständige Lokschuppen in Essingen unterm Strich nix. Gehe ferner davon aus, dass Regio ab ca. Mitte 2021 kein gesteigertes Interesse mehr am Fugger-Express haben wird, so dass wir dann ca. 3 Jahre Probleme erwarten dürfen.

Permalink
31.01.2019

Die nun bekannt gewordenen 12 Doppelstöcker sind eine vielversprechende Anzahl für eine deutliche Kapazitätsausweitung Augsburg-München.

Die Lackierung wirkt v.a. auf dem Doppelstockzug sehr unruhig; bei Go-Ahead zum Bodensee mag dieses Wellenmuster ganz lustig sein. Wenn in Augsburg der halbe HBF damit vollsteht - ich weiß nicht.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren