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Augsburg

01.04.2020

Nach Macheten-Angriff im Univiertel: Opfer hat Krankenhaus verlassen

Ein 27-jähriger Mann aus Augsburg hat am Dienstag in der Früh mit einer Machete auf Passanten eingeschlagen. Ermittler untersuchten unter anderem die Wohnung des Mannes.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Ein Mann hat in Augsburg mehrere Menschen attackiert, einem Opfer schlug er mit einer Machete gegen den Kopf. Der Verdächtige ist in der Psychiatrie untergebracht. So geht es nun weiter.

Es war eine Tat, die am Dienstag viele Menschen beunruhigte und einen Großeinsatz der Polizei auslöste. Unter anderem mit einer Machete hatte ein Mann in der Früh gegen 4 Uhr Passanten im Univiertel angegriffen. Der 27-jährige Augsburger, ein Mann mit tunesischer Staatsangehörigkeit, schlug einem Anwohner sogar mit der Machete gegen den Kopf. Nun gibt es neue Details zum Zustand der Opfer des Angreifers, der sich möglicherweise in einer psychischen Ausnahmesituation befand und in einer Klinik untergebracht ist.

Wie die Polizei auf Anfrage berichtet, konnte der 28-jährige Anwohner, der von dem Angreifer attackiert worden war, das Krankenhaus bereits am Dienstag nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Ein weiteres Opfer, eine 50-jährige Autofahrerin, ist den Angaben zufolge körperlich unversehrt, stand laut Polizei am Dienstag allerdings "deutlich unter dem Eindruck des Geschehens und wurde bzw. wird entsprechend polizeilich betreut".

Polizeieinsatz im Univiertel: Ein 27-Jähriger soll dort Passanten mit einer Machete attackiert haben.
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Polizeieinsatz nach Macheten-Angriff im Univiertel
Bild: Silvio Wyszengrad

Mann greift in Augsburg Menschen mit Machete an

Wie berichtet, soll der Tunesier zunächst gegen 3.50 Uhr unvermittelt mit einer Axt gegen die Frontscheibe eines in der Salomon-Idler-Straße stehenden AVV-Busses geschlagen und diese so demoliert haben. Der Linienbus war für eine Sonderfahrt eingeteilt, um Busfahrer der AVV zur Frühschicht zu fahren. Dem 47-jährigen Fahrer gelang es, den Bus trotz zerbrochener Frontscheibe vom Tatort wegzufahren und die Polizei zu verständigen. Nur wenige Minuten später hielt der 27-Jährige laut Polizei gegen 4 Uhr im Alten Postweg eine 50-jährige Autofahrerin an, schlug erneut mit einer Axt die Front- sowie Seitenscheibe des Fahrzeugs ein und bedrohte die Frau.

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Nach Auskunft der Polizei eilte ihr ein 28-jähriger Anwohner zur Hilfe, der auf die Situation aufmerksam geworden war. Er versuchte demnach, den Angreifer zu überwältigen – und erhielt dabei eine Schlag gegen den Kopf, und zwar mit einer Machete, die der Angreifer laut Polizei ebenfalls mit sich geführt haben soll. Die Beamten konnten den 27-Jährigen schließlich überwältigen und nahmen ihn fest.

Macheten-Attacke im Univiertel: Verdächtiger in Psychiatrie

Der nahm wurde noch am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen sogenannten Unterbringungsbefehl erließ. Das heißt: Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass der 27-Jährige im Zustand der Schuldunfähigkeit oder zumindest der verminderten Schuldfähigkeit handelte. Er kommt daher nicht in U-Haft, sondern wird in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Grundlage dafür ist die Stellungnahme eines Gutachters. Im Bezirkskrankenhaus, in dem sich der mutmaßliche Angreifer nun befindet, wird er nicht nur behandelt, sondern noch einmal intensiver begutachtet, auch um die Frage seiner möglichen Schuldunfähigkeit zu klären.

Viele Hintergründe des Falls sind noch unklar. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln gegen den Tunesier wegen des Verdachtes des versuchten Totschlags, der gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung. Der Verteidiger des Beschuldigten wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben.

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