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Augsburg

02.07.2020

Polizeiaufgebot am Rathausplatz: Aktivisten dringen in Rathaus ein

"Fridays for Future"-Aktivisten haben am Donnerstagabend in Augsburg für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Eva Weber sprach anschließend mit den Demonstranten.
Bild: Christian Kolbert

Am Donnerstagabend fuhr ein Polizei-Großaufgebot zum Augsburger Rathaus. "Fridays for Future"-Aktivisten demonstrierten gegen das Kohleausstiegsgesetz.

Vor dem Augsburger Rathaus protestieren Aktivisten der "Fridays for Future"-Bewegung seit Mittwochabend gegen das von der Regierung geplante Kohleausstiegsgesetz. Nun hat die bisher friedlich verlaufene "Blockade" ein größeres Polizeiaufgebot auf den Plan gerufen.

Demo: Großer Polizeieinsatz am Augsburger Rathaus

Laut Polizei waren rund 20 Aktivisten ohne Erlaubnis ins Augsburger Rathaus eingedrungen, offenbar um ein Protest-Plakat anzubringen. Die Situation konnte nach ersten Erkenntnissen jedoch ohne Zwischenfälle aufgelöst werden.

Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber hatte sich anschließend mit den Aktivisten getroffen und mit ihnen vor dem Rathaus gesprochen. Auch Umweltreferent Reiner Erben hatte sich bereits mit den Demonstranten getroffen.

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"Fridays fot Future"-Aktivisten demonstrieren gegen Kohleausstiegsgesetz

Am Freitag steht im Bundestag die Abstimmung über das geplante Kohleausstiegsgesetz an. Doch die Frist bis 2038 reicht den Aktivisten von Fridays for Future (FFF) nicht. Darum campt seit Mittwoch die Augsburger Ortsgruppe am Rathaus – und hat damit weitere Gruppen inspiriert.

Wann die Aktion vorbei sei, stehe aktuell noch nicht fest und werde am Freitag demokratisch beschlossen, sagten die Teilnehmern der Demonstration. Mindestens bis über das Kohleausstiegsgesetz abgestimmt worden sei, wolle man auf jeden Fall bleiben, heißt es von den Augsburger Demonstranten. (AZ)

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02.07.2020

>> Und bei einigen Bundestagsabgeordneten muss man vermuten, dass sie von dieser Lobby zu stark beeinflusst werden. <<

Es geht um die Mehrheit im Bundestag und nicht um "einige" Abgeordnete, denen Herr Kamm ohne jeden Nachweis praktisch Korruption unterstellt.

Die Bürger wissen aber sehr genau, welche Politik ihren Strom in Deutschland mit zum teuersten Strom in Europa gemacht hat.

https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/10826611/8-07052020-AP-DE.pdf/dd69b744-6ecf-9499-0fac-7cf7d27f6168

Wer einmal so daneben liegt, dem glaubt man künftig zur Recht nicht mehr!

"Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet - so viel wie eine Kugel Eis." - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Pressemitteilung 231/04, Berlin, 30.07.2004 - Minister war damals Jürgen Trittin / Grüne

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02.07.2020

Größter Respekt vor den Aktivist*innen FFF!
Schweinerei fängt nicht mal an, das Kohle"ausstiegs"gesetz zu beschreiben und wenn ich mir so anschaue, wie diese jungen Leute sich für unser aller Zukunft einsetzen, habe ich wieder etwas mehr Hoffnung für die Zukunft.

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02.07.2020

Erst "Friday for Future" jetzt schon "Thursday 4 Future" , wenn zukünftig noch in der restlichen Woche die Schule geschwänzt und gestreikt wird, dann gibt's für die Kids gar keine Future mehr.

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03.07.2020

Kein Problem, die Noten werden nach dem Abitur einfach nachträglich nach oben geändert. E voila!

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02.07.2020

>> Wann die Aktion vorbei sei, steht aktuell noch nicht fest und werde am Freitag demokratisch beschlossen, heißt es von weiteren Teilnehmern der Demonstration. <<

Und bis zu welchem Jahr die Kohlekraftwerke abgeschaltet sind, wird wirklich demokratisch beschlossen ;-)

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02.07.2020

Nein, leider nicht!

Das Kohleausstiegsgesetz wird weniger durch unsere Volksvertreter sondern mehr durch die Kohlekonzerne LEAG, RWE und STEAG bestimmt. Die Lobby der Atom-, Erdgas- und Kohlekonzerne ist in unserem Land hinter den Kulissen weiter übermächtig. Und bei einigen Bundestagsabgeordneten muss man vermuten, dass sie von dieser Lobby zu stark beeinflusst werden.

Raimund Kamm

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02.07.2020

Den Worten von Herrn Kamm ist nichts hinzuzufügen, außer, dass auch die Höhe der Entschädigung vom Wirtschaftsministerium nicht erklärt werden kann, weil sie nach aktuellen Studien mindestens doppelt so hoch ist wie sie sein dürfte. Da diese v.a. auf einer Grundannahme über mögliche Kosten und Erlöse beruht, die viel zu optimistisch bei Annahmen über z.B. die Entwicklung die CO2-Abgabe und des Kohlepreises an sich ist, kann man FFF nur beipflichten: "Sofort raus aus der Kohle!" Ist in jeder einzelnen Hinsicht besser.

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