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Rathausplatz: „Wir verurteilen Gewalt und Terror“

Rathausplatz

„Wir verurteilen Gewalt und Terror“

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    Türkische Flaggen bestimmten am Samstagnachmittag das Bild auf dem Rathausplatz.
    Türkische Flaggen bestimmten am Samstagnachmittag das Bild auf dem Rathausplatz. Foto: Foto: Silvio Wyszengrad

    Es sollte ein Zeichen gegen Terror und Gewalt sein: Am Samstagnachmittag demonstrierten laut Polizei 500 Türken auf dem Rathausplatz gegen den Terrorismus der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Anlass für die friedlich verlaufene Aktion war der Tod von 24 türkischen Soldaten, die am Dienstag von PKK-Rebellen nahe der Grenze zum Irak getötet wurden.

    „Wir wollen in der Friedensstadt ein Zeichen setzen“

    Aufgerufen zur Kundgebung in Augsburg hatte der Dachverband Türkische Vereine (DTA). In einer Erklärung bezog der Verband Stellung, warum man auf die Straße gehe: „Terror, Gewalt und gesellschaftlicher Aufruhr jeglicher Art wird aufs Schärfste verurteilt.“ Man wünsche sich für die ganze Welt Frieden, Eintracht und Solidarität.

    Das Geschehen in der türkischen Provinzhauptstadt Hakkari sei daher zu verurteilen, hieß es: „Als Muslime türkischer Abstammung, die wir vitale, verwandtschaftliche und kulturelle Beziehungen zur Türkei haben und mit der uns unsere religiöse Identität verbindet, sind wir zu Recht stärker betroffen und bestürzt, wenn sich in dem Land, das über Jahrhunderte hinweg ein friedliches Zusammenleben mit seinen unterschiedlichsten Religionen und Ethnien demonstriert hat, Gewalt- und Terrorakte ereignen, die auf den gesellschaftlichen Frieden abzielen.“ Die Kundgebung, bei der nahezu ausschließlich Türkisch gesprochen wurde, richtete sich gegen die PKK.

    „Türken und Kurden sind Brüder, PKK ist Verräter“, hieß es auf einem deutschsprachigen Plakat. Getrauert wurde um die getöteten Soldaten, deren Namen verlesen wurden. Man fühle mit den Hinterbliebenen, sagte Hasan Akcay, zweiter Vorsitzender des DTA.

    Ein Iman las Verse aus dem Koran vor. „Wir wollen in der Friedensstadt Augsburg ein Zeichen gegen Terror, Terrorismus und die PKK setzen“, erläuterte Cagri Ugurlu, der die Kundgebung moderierte. Teilnehmer an der eineinhalbstündigen Kundgebung war auch Ahmet Akcay, der Vorsitzende des Integrationsbeirats. Er sagte: „Ich wurde von einigen gefragt, warum ich als Vorsitzender des Integrationsbeirats teilnehme. Die Antwort ist einfach. Ich vertrete 104000 Migranten in Augsburg. Aber keine Terroristen.“

    Kleine Gruppe zeigt Flagge auf dem Perlachturm

    Viele der 500 Teilnehmer hatten türkische Fahnen dabei. Ein kleiner Teil der Demonstranten schaute sich das Ganze von oben an. Die Gruppe war auf den Perlachturm gestiegen und zeigte von hier aus ihre Fahnen.

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