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Silvesterbräuche: Wer sich verschluckt, hat Pech im neuen Jahr

Silvesterbräuche

Wer sich verschluckt, hat Pech im neuen Jahr

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    Champagner, Sekt, Prosecco. Prickeln soll es. So wie das neue Jahr. So ist Silvester in Deutschland.
    Champagner, Sekt, Prosecco. Prickeln soll es. So wie das neue Jahr. So ist Silvester in Deutschland. Foto: dpa

    Wer jetzt noch keine Reservierung oder Eintrittskarte für eine offizielle Silvesterparty hat, wird wohl privat improvisieren müssen. Fondue oder Raclette und die beinahe obligatorische Gulaschsuppe zur Mitternacht sind sehr beliebt, wenn es darum geht, Gäste zum Jahresende zu bewirten. Restaurants gehen immer öfter dazu über, mehrgängige Menüs anzubieten. Kurz vor Mitternacht der kollektive Countdown beim Runterzählen der Sekunden bis 24 Uhr. Und dann: Champagner, Sekt, Prosecco. Prickeln soll es. So wie das neue Jahr. So ist Silvester in Deutschland.

    Die Spanier treffen sich auf den öffentlichen Plätzen vor den Kirchen ihrer Städte und essen um 24 Uhr bei jedem der zwölf Glockenschläge eine Weintraube. Das bringe Glück für jeden einzelnen Monat, sagt Antonio Lopéz, der schon viele Jahre in Augsburg lebt. Dabei kann es schon mal passieren, dass, wer nicht schnell genug isst, sich beim schnellen Schlagen der Glocken an den Trauben verschluckt. Kein gutes Omen fürs neue Jahr. Und so feiert der Rest der Welt:

    Ungefähr 30 Grad Celsius wärmer als in Europa ist es für dieSydneyer in Australien. In lockerer Kleidung oder gleich im Bikini gehen sie an den Strand und bereiten sich an den vielen Picknickständen auf die lange Nacht vor. Da gibt es den Aussie-Burger, der viel besser schmeckt als ein Fast-Food-Burger, frischen Fisch, Sushi oder ein Pie, mit Fleisch oder Gemüse gefüllter Blätterteig. Um Mitternacht kann man eine der berühmten, thematisch bunten Feuershows vor dem Hintergrund der Harbor Bridge bewundern.

    In Thailand werde gleich mehrmals Silvester und Neujahr gefeiert, erzählt Wimala Lathoeng. „Zum Einen gibt es das jahrhundertealte Songkran, das Wasserfest, zwischen dem 13. und 15. April, bei dem sich die Menschen gegenseitig mit Wasser bespritzen, um sich zu reinigen. Auch die Buddhastatuen werden gewaschen.“ Mitte Februar feierten die Chinesen, die zahlreich in Thailand lebten, ihr Neujahr mit einem rauschenden Fest. „Da wird viel gegessen und getrunken.“

    Silvester, wie wir es kennen, hätten Europäer nach Thailand gebracht. Seit einigen Jahren jedoch habe das Fest am 31. Dezember vor allem für die buddhistischen Thais einen spirituellen Hintergrund. „Das hängt mit den Tsunamis und anderen Naturkatastrophen zusammen“, sagt Wimala Lathoeng. Die Menschen wollten sich wieder mehr besinnen, sie gingen kurz vor Mitternacht in die Tempel und beteten mit den Mönchen. Die wiederum kämen am 1. Januar aus den Tempeln auf die zentralen Plätze der Dörfer und Städte, erteilten den Bewohnern den Segen und würden dafür verköstigt mit Reis, Gemüse, Fleisch und Fisch in allen Variationen. „Bei uns gibt es kein spezielles Gericht. Es kommt mehr auf Menge und Vielfalt an.“

    Eine scharfe Hähnchensuppe, Fufu genannt, wird traditionell in Ghana serviert, erzählt George Moore. „Das bringt Glück.“

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