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Augsburg

29.09.2020

Streik in Augsburg: Heute stehen Busse und Straßenbahnen still

Heute, 29. September 2020, wird im Nahverkehr in Augsburg gestreikt. Es kommt wohl zu massiven Einschnitten bei Bussen und Straßenbahnen.
Bild: Ulrich Wagner

Durch den Streik in Augsburg fallen heute am Dienstag, 29. September 2020, Bus und Tram fast komplett aus. Hier finden Sie die aktuellen Informationen.

Durch die bundesweiten Warnstreiks kommt es in Augsburg zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr bei Bus und Tram. Wie die Stadtwerke Augsburg am Dienstagmorgen mitteilten, sei der ÖPNV durch den Streik fast vollständig zum Erliegen gekommen. Am Morgen hätten nur vier von normalerweise 64 Straßenbahnen und einer von 65 Bussen die Wagenhallen verlassen.

Nahverkehr-Streik heute in Augsburg: Busse und Straßenbahnen den ganzen Tag betroffen

Schon am Montagmittag hieß es in einer Erklärung der Stadtwerke: "Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten im Nahverkehr am Dienstag, 29. September, zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Mitarbeitende der Stadtwerke Augsburg (swa) im Nahverkehr sind aufgerufen ganztags, von 0 bis 24 Uhr, die Arbeit niederzulegen."

Dadurch müsse mit massiven Einschränkungen bei Bus- und Straßenbahnlinien bis hin zum Ausfall ganzer Linien gerechnet werden, sagten die Stadtwerke schon am Montag voraus.

Streik in Augsburg am 29. September 2020: Pendler sollten Alternative zu Bus und Tram suchen

Die Stadtwerke bitten die Fahrgäste, den ganzen Tag auf andere Beförderungsmöglichkeiten zurückzugreifen. Externe Busunternehmen kurzfristig einzusetzen, sei wegen der fehlenden notwendigen technischen Ausrüstung der Busse und der umfangreichen Schulung des Fahrpersonals nicht möglich.

Verdi hat ihre Mitglieder bei den Stadtwerken Augsburg Verkehrs GmbH und der AVG Augsburger Verkehrs-GmbH zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Ebenso aufgerufen zu einem Solidaritätsstreik sind die Mitglieder bei der Augsburger Verkehrs Servicegesellschaft GmbH.

Unterdessen hat der schwedische E-Scooterverleiher Voi verkündet, seine Präsenz in allen deutschen Städten vorübergehend zu erweitern. Ziel ist es, den Deutschen für die Dauer des Streiks eine umweltfreundliche Alternative zum Auto anbieten zu können. Voi ist auch in Augsburg vertreten. Zudem bietet Voi heute allen Kunden zwei Freifahrten an für den Weg zur Arbeit und zurück an.

In Augsburg wird am Dienstag nicht nur im Nahverkehr gestreikt. Mehr Informationen erhalten Sie hier: Streiks in Nahverkehr und Kitas: Massive Einschränkungen in Augsburg (Plus+).

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.09.2020

Mir kommt das irgendwie wie Scheingefechte vor? Weil am Ende bekommen die Streikenden was sie wollen und die swa schlägt es einfach wieder auf den Fahrpreis drauf. Und wir werden erst bestreikt und dann bestraft, obwohl wir gar nicht beteiligt sind.

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29.09.2020

Die Warnstreiks wären nicht nötig wenn die Arbeitgeber vernünftige Angebote machen. wenn nach zwei erfolglosen Tarifrunden kein Angebot der Arbeitgeberseite vorliegt muss man annehmen das man den Gewerkschaften Böses will um sie beim Publikum madig zu machen Die Arbeitgeber wissen genau das sie einmal zu Potte kommen müssen also was soll jedes Jahr das Theater nur die Kunden des ÖPNV ärgern um den Gewerkschaften eine mit zu geben

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29.09.2020

Augsburg braucht einen starken umweltfreundlichen Individualverkehr!

Und wir brauchen zwei verschiedene ÖPNV Gesellschaften mit unterschiedlichen Tarifverträgen, damit ein ÖPNV-Grundangebot für Bedürftige ohne Auto jederzeit vorhanden ist.

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29.09.2020

"Wer eine Verkehrswende will, muß dafür sorgen, das Streiks im ÖVP nicht mehr machbar sind. "

Sie haben schon ein sehr krudes Verständnis von Demokratie!

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29.09.2020

Zu einer Demokratie gehört auch Eigenverantwortung. Stellen Sie sich mal vor, der Strom, das Wasser oder das Gesundheitssystem würde bestreikt. Gerade recht, wenn alle leiden, sagen dann die Mitarbeiter, wir wollen mehr Gehalt.

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29.09.2020

Sehr richtig, Streikrecht hat Verfassungsrang nach Artikel 9 GG. Höchste Rangfolge im GG hat der Artikel mit der kleinsten Nummer. Somit ist das Streikrecht ein sehr hohes Recht. Wer eine Versorgung ohne Streik möchte, muss Beamte schaffen. Will jetzt im ÖVP auch niemand. Warum gerade die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Geldverschwendungen der Politik bezahlen sollen, leuchtet mir auch nicht ein.

https://www.t-online.de/finanzen/geld-vorsorge/steuern/id_86705048/-schwarzbuch-das-sind-die-groessten-steuerverschwendungen.html

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29.09.2020

Bedenken Sie aber in der heutigen Situation, das 1. der öffentliche Dienst nicht sooo schlecht bezahlt wird und 2. eben in dieser Coronazeit Streiks kontraproduktiv sind. Außerdem wird immer wieder vom Klimawandel gesprochen und dann streikt 24 h Bundesweit der ÖPNV. Derjenige, der da auf sein Fahrzeug verzichtet und auf den ÖPNV umgestiegen ist, ist der Dumme. Streikrecht gut und schön, aber in manchen Bereichen geht das öffentliche Interesse vor, gerade im ÖPNV! Denken sie an Schulen, Kindergärten, Sicherheitsrelevante Berufe, Aufrechterhaltung der Versorgung, usw.

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29.09.2020

Es scheint so, dass die Verantwortung für den Ausfall der Busse und Straßenbahnen gerne auf die Streikenden gelegt wird, allerdings ist der Arbeitgeber eben so verantwortlich. Man muss sich nicht unbedingt alles so einfach machen.

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28.09.2020

Wohl dem, der noch ein Auto hat, wenns Wetter schlecht ist, ist radfahren auch nicht schön. Wer eine Verkehrswende will, muß dafür sorgen, das Streiks im ÖVP nicht mehr machbar sind.

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29.09.2020

Vor allem weil es nicht jeder gesundheitlich schafft, bei so einem Wetter rad zu fahren.
Die Bus- und Tramfahrer stehen auf einem dünnen Brett wenn sie meinen, ihre Machtposition ausspielen zu müssen. Es wird sich in sinkenden Abozahlen zeigen, was die Streikenden erreicht haben.
Mehr Gehalt bei weniger Einnahmen kann nur zur Verdünnung des Taktes und betrieblich bedingten Entlassungen bei eigentlich sicheren Arbeitsplätze führen. Ein Blick über das eigene Lenkrad hinaus wäre sinnvoller.

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29.09.2020

Welches dünne Brett? Es herrscht akuter Fahrermangel und zwar bei allen Gesellschaften. Schaum wir Mal welcher Takt noch gefahren wird wenn die Löhne nicht steigen und der Fahrermangel durch Pensionierungen noch größer wird.

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29.09.2020

"Wer eine Verkehrswende will, muß dafür sorgen, das Streiks im ÖVP nicht mehr machbar sind."

Dann müssen sie dafür sorgen, dass jeder Bus- und Tramfahrer ein Beamter wird. Wollen sie das wirklich?

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