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Porträt

23.12.2011

Talentiert und erfolgreich

Veit Hertenstein überzeugt mit dem Klang der Bratsche die Jurys dieser Welt. In New York strich er zuletzt gleich mehrere Preise ein.
Bild: Foto: agt

Der Bratschist Veit Hertenstein gewinnt Preise in New York

Der 1985 in Augsburg geborene Bratschist Veit Hertenstein, ehemals Mitglied der Domsingknaben, ist Sieger des Young Concert Artist (YCA) International in New York. Der letzte Bratschist, der diesen seit 50 Jahren ausgetragenen Wettbewerb für sich entschied, war vor acht Jahren Antoine Tamestit.

Hertenstein war sich bereits als 16-Jähriger sicher, Profimusiker werden zu wollen. Dass dieser Wunsch absolut berechtigt war, beweisen viele Wettbewerbe, die er gewonnen hat, sowie sein Engagement als Solobratschist beim Sinfonieorchester Basel (seit 2011). Der jüngste Erfolg in New York ist eine erneute Bestätigung.

In Kritiken wird Hertenstein als einer der „talentiertesten jungen Bratschisten in Europa“ bezeichnet. Höchste Anerkennung erhält er für seine „perfekte Technik, seinen farbreichen Klang und seine tiefsinnigen Interpretationen“. Der Augsburger, der an zahlreichen Meisterklassen, darunter bei Krzystof Penderecki, Gabor Takács-Nagy, György Kurtág, teilnahm, studierte bei Nobuko Imai und machte 2009 sein Solistendiplom an der Haute Ecole de Musique in Genf mit Auszeichnung. Zugleich erhielt er den Sonderpreis Perre „Fernex“ und gewann im gleichen Jahr als erster Bratscher überhaupt den von Sir Yehudi Menuhin initiierten „New Talent Competition“.

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Auch als Kammermusiker ist Hertenstein gefragt. So musizierte er mit dem Trio Wanderer, dem Trio Chausson, dem Quaturo Modigliani, mit Nobuko Imai und Ana Chumachenco. Als Kammermusiker gewann er schon als Schüler 2002 zusammen mit dem Cellisten Maximilian Hornung, Sebastian und Larissa Manz (Klarinette), dem Pianisten Konstantin Semilakovs und Claudius Müller (Horn) den Hans-Sikorski-Gedächtnispreis der Deutschen Stiftung Musikleben.

Da die Bratsche als Soloinstrument erst in den letzten Jahren stärker beachtet wird, ist es der Wunsch des jungen Musikers, dazu beizutragen, dass der „wunderschöne Bratschenklang“ nicht hinter dem einer Geige oder eines Cellos zurückstehen muss. Der Sieg im YCA-Wettbewerb in New York wird dazu beitragen, zumal Hertenstein außer dem ersten Preis noch acht Sonderpreise zugesprochen wurden. Zu diesen gehören ein Auftritt beim Usedom-Festival in Mecklenburg-Vorpommern, zwei Tourneen durch Amerika sowie ein Konzert in der Carnegie Hall in New York.

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